Schadstoffuntersuchung in Teltower Kitas „Käferland“ und „Schatzkiste" sowie im Hort „Anne Frank“ ist abgeschlossen

Der von der Stadt beauftragte Professor Rainer Macholz hat die Ergebnisse vorgelegt. Den Bericht gibt es hier komplett.

Die zweite Untersuchungsetappe in den Teltower Kitas „Käferland“ und „Schatzkiste“ sowie des Hortes „Legohaus“ des Anne-Frank-Hortes ist abgeschlossen. Vor wenigen Tagen hat der damit von der Stadt beauftragte Professor Rainer Macholz die Ergebnisse vorgelegt.

Danach hat sich „das Vorkommen von Naphthalin und Naphthalin ähnlichen Substanzen oberhalb des zulässigen Richtwertes in der Kita Käferland bestätigt“. In der Kita „Schatzkiste“ und in den Räumen des Anne-Frank-Hortes sind dagegen weder Naphthalin oder Naphthalin ähnliche Substanzen, noch andere Schadstoffe gefunden worden. In beiden Einrichtungen ist laut Rainer Macholz „die Nutzung uneingeschränkt möglich“.

Die Eltern der betroffenen Kinder und die Mitarbeiter in den Einrichtungen sind am 11. Juni 2019 von der Werkleiterin des Kita-Eigenbetriebs „MenschensKinder Teltow“, Solveig Haller, über die Ergebnisse der Untersuchung informiert worden. „Die Messungen waren sehr umfangreich und aufwendig, weshalb das gesamte Prozedere sehr lange dauerte“, so Solveig Haller.

Hintergrund: Die zweite Untersuchungsetappe wurde in drei Einrichtungen (Kitas Käferland und Schatzkiste sowie Hort Anne-Frank) durchgeführt. Es wurden 26 Räume untersucht, 44 Analysen mit zum Teil unabhängig voneinander bestätigenden Analyseverfahren und der Erfassung von 208 Summenparametern sowie Gruppen von Chemikalien und Einzelchemikalien (Schadstoffe) sind durchgeführt worden. Anlass der Untersuchungen waren auffällige Gerüche, die im Februar 2019 in der Kita „Käferland“ festgestellt wurden. Eine erste Analyse des Stahnsdorfer Toxikologen und Lebensmittelchemikers Professor Rainer Macholz der Kita „Käferland“ ergab, dass dort in einem Raum der Grenzwert von Naphthalin (30 Mikrogramm pro Kubikmeter Raumluft) überschritten war und bei rund 50 bis 60 Mikrogramm lag. Weil eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Kita am 4. April 2019 komplett geschlossen. Die 65 Kinder werden seitdem in den Räumen (Legohaus) des Anne-Frank-Hortes betreut. Der Hort wiederum kam in der Schule selbst unter. Die Stadt Teltow hatte sich dann dazu entschlossen, die Kita „Käferland“ und zwei weitere Einrichtungen, die ebenfalls in den 1960er Jahren gebaut wurden, umfangreich auf Schadstoffe prüfen zu lassen. Im Ergebnis haben sich die ersten Vermutungen für die Kita „Käferland“ bestätigt. Naphthalin wurde nachgewiesen, aber keine weiteren Schadstoffe. „Die kurzfristige Räumung der Kita Käferland war damit eine sachgerechte Entscheidung“, urteilt Rainer Macholz. Die beiden anderen Einrichtungen – Kita „Schatzkiste“ und Anne-Frank-Hort (Gebäude Legohaus) – sind laut Professor Macholz schadstofffrei und damit uneingeschränkt nutzbar.

Wie geht es nun weiter? In der Kita „Käferland“ wird es weitere Bauwerksuntersuchungen im Gebäude geben, um die Schadstoffquellen endgültig aufzufinden. Diese Untersuchungen sind bereits beauftragt und werden derzeit durchgeführt. Die Ergebnisse werden in das Gesamtkonzept zur Sanierung und Renovierung des Kita-Gebäudes einfließen. Ein Teil der notwendigen Arbeiten ist bereits aufgenommen worden, ein Konzept liegt bereits vor. Die weiteren Untersuchungen, die Planung, Vergabe der Bauleistungen und Ausführung der Sanierung dürften rund 12 Monate in Anspruch nehmen. In dieser Zeit verbleiben die Kinder der Kita „Käferland“ mit ihren Erzieherinnen und Erziehern in dem Gebäude des Hortes Anne-Frank im „Legohaus“.

Den kompletten Bericht mit Anlagen finden Sie hier:
 
Bericht
Anlage 1
Anlage 2
Anlage 3
Anlage 4
Anlage 5
Anlage 6

 

 

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