Die Stadt Teltow pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu einer deutschen, einer französischen und einer polnischen Stadt.

Bereits Im Jahre 1991 entwickelte sich die Städtepartnerschaft zwischen Teltow und Ahlen. Der Partnerschaftsvertrag mit der in Frankreich gelegenen Stadt Gonfreville l'Orcher wurde im Jahr 1999 unterzeichnet, obwohl der Kontakt zu dieser nachweislich schon seit 1964 bestand. Eine jüngst entstandene Städtepartnerschaft unterhält Teltow mit der polnischen Stadt Zagan, zu welcher die Partnerschaft im Jahre 2006 besiegelt wurde.

Um die nationalen und internationalen Beziehungen der Stadt Teltow noch intensiver fördern zu können, wurde im Jahre 2002 der Verein "Teltow ohne Grenzen" gegründet. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Kooperation mit der Stadt die Kontakte zwischen Bürgern, Schulen, Vereinen und sonstigen Institutionen zu vermitteln und diese nachhaltig auszubauen. Jugendarbeit und Kulturaustausch stehen dabei wesentlich im Vordergrund.

 

Partnerstadt Ahlen in Nordrhein-Westfalen

Eintrag des Teltower Bürgermeisters Thomas Schmidt ins Ahlener Gästebuch

Seit 1991 ist die westfälische Stadt Ahlen, die im Münsterland liegt und rund 56.000 Einwohner hat, Partnerstadt Teltows. Am 24. März 2004 wurde in Ahlen zur Förderung der städtepartnerschaftlichen Entwicklungen der Ahlener Verein für Städtepartnerschaft e.V. gegründet, der enge Kontakte zu dem Teltower Partnerschaftsverein „Teltow ohne Grenzen“ besitzt.

Der Name Ahlen fand erstmals um 850 Erwähnung. Seine Bedeutung und die auf den Namen Bezug nehmende Darstellung des Stadtwappens mit einem „geflügelten Aal“ werden auch auf das lateinische ala (Flügel, mittelalt. Fischflosse) zurückgeführt. Die wirtschaftlich schnell aufstrebende Stadt Ahlen war im Mittelalter Mitglied der norddeutschen Hanse. Als ursprüngliche Ackerbürgerstadt wuchs und entwickelte sie sich bis Mitte der 1960er Jahre zu einer mittelgroßen Industriestadt.

Geschichtlich ist belegt, dass sich der enorme Zuzug durch den Bergbau und die damit verbundene Entstehung der metallverarbeitenden Industrie begründete. Kohlevorkommen am östlichen Rand des Ruhrgebiets und deren Abbau waren für die Entwicklung der Stadt bis zur Schließung des Bergwerks im Jahre 2000 von prägender Bedeutung. Die Eingemeindung der Ortsteile Altahlen, Dolberg und Neuahlen führte 1969 zudem zu einer territorialen Ausdehnung.

Auch touristisch gesehen hat Ahlen einiges zu bieten: Mit ihrem 75m hohen Westturm ist beispielsweise die im neugotischen Stil errichtete Marienkirche ein besonderes Merkmal der Stadt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das „Kunstmuseum Ahlen“, welches der Stadt als erstklassige Adresse im Hinblick auf den überregionalen Kunstbetrieb überaus dienlich ist.

Zu den Veranstaltungshighlights während der Sommerperiode gehören u.a. das Stadtfest und der Pöttkes- und Töttkenmarkt, der an die Emaillefabriken und an die traditionelle Topfproduktion erinnern soll. Im Jahr 2011 feierten beide Städte das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft. Weitere Informationen über die Stadt Ahlen finden Sie unter dem Stadtportal www.ahlen.de

Partnerstadt Gonfreville l'Orcher in der Normandie

Aufstellung des Straßenschildes, das nach Gonfreville l'Orcher weist
Im Rahmen regelmäßiger Besucher werden die Gäste mit speziellen Geschenken begrüßt

In der Normandie, fast an der Mündung der Seine, liegt die ca. 10.000 Einwohner umfassende Stadt Gonfreville l’Orcher. Diese ist unmittelbar an der großen Hafenstadt Le Havre angesiedelt. Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich Gonfreville l’Orcher zu einer Arbeiterwohnstadt entwickelt. Einen  bescheidenen Wohlstand konnte sich die Stadt durch das Ansiedeln von Ölraffinerien und Chemiewerken erwirtschaften.

Im Stadtkern befinden sich nur wenige historische Gebäude. Dafür aber verfügt Gonfreville über eine Vielfalt an soziokulturellen Einrichtungen wie beispielsweise einer Mediathek, einem multifunktionellen Kulturzentrum, Übungsräumen für Theater- und Tanzgruppen, einem Spaßbad, Sportstätten und einer Behindertenwerkstatt. In der näheren Umgebung gibt es einige tragende Sehenswürdigkeiten zu bewundern, beispielsweise die 1995 eingeweihte Pont de Normandie - eine der längsten Brücken Europas - und das Seebad Étretat, das vor allem durch die steilen Felsklippen mit ihren spektakulären Felsformationenbekannt ist.

Partnerschaftliche Kontakte zwischen Gonfreville und Teltow bestehen bereits seit dem Jahr 1964. Durch den Partnerschaftsvertrag von 1999 konnten die Beziehungen wieder gänzlich zum Leben erweckt werden. Im Jahr 2009 zelebrierten die beiden Städte daher das Jubiläum der 10-jährigen Städtepartnerschaft. Im Rahmen dessen überreichten sich die Bürgermeister beider Städte gegenseitig je ein Straßenschild, welches die Entfernung von 1121 Kilometern zwischen Teltow und Gonfreville l’Orcher ausweist. In Teltow wurde dieses am 02. Oktober 2010 am S-Bahnhof direkt an der Gonfrevillestraße aufgestellt. Weitere Informationen über Gonfreville l'Orcher finden Sie unter www.gonfreville-l-orcher.fr.

Partnerstadt Zagan in der Wojewodschaft Lubuskie

Einweihung der Saganer Straße in Teltow (Dezember 2008)
Ausstellungseröffnung der polnischen Künstlerin Zaneta Chlostowska-Szwazka im Oktober 2010 im Bürgerhaus Teltow

Die polnische Stadt Zagan (deutsch Sagan) liegt am Fluss Bober im Westen Polens in der Wojewodschaft Lubuskie (Lebrus), deren südlicher Teil historisch betrachtet zu Niederschlesien gehört. Gegenwärtig leben hier ca. 28.000 Einwohner.

Die Stadt wurde erstmals 1202 urkundlich erwähnt und erhielt 1285 Stadtrecht. Von ihrer bewegten Geschichte zeugen heute noch viele historische Denkmäler und Bauten, wie das Saganer Schloss, das Augustinerkloster, der Klosterspeicher und der Konvikt.

Neben der Landwirtschaft sind vor allem die Textilindustrie, die Fensterproduktion und der Bereich Hochbau von elementarer Bedeutung. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor Sagans ist der Tourismus: Die Stadt ist landschaftlich sehr reizvoll, da sie zwischen der schlesischen Ebene und dem Kociegebirge in einer waldigen Umgebung liegt. Besonders stolz sind die Einwohner auf den Stadtpark, der eine Fläche von etwa 100 Hektar umfasst und sich durch seltene Gewächse auszeichnet. Die wichtigste kulturelle Einrichtung ist der „Kulturpalast“, in welchem national bedeutsame Veranstaltungen stattfinden. Zudem haben dort viele Vereine ihre Heimstätte. Zu den bekannten Persönlichkeiten, die nachweislich in Sagan geboren wurden, gehört neben dem Astrologen Johannes Kepler auch der „Vater des Teltowkanals“, der preußische Landrat Ernst von Stubenrauch.

Im Vordergrund der städtepartnerschaftlichen Beziehung stehen vor allem regelmäßige Kinder- und Jugendaustausche und gemeinsame kulturelle Ereignisse. Zusätzlich geht es Sagan um die Pflege von Wirtschaftsbeziehungen und die Realisierung gemeinsamer EU- Projekte. Mit Teltow wurde der Partnerschaftsvertrag im Mai 2006 unterzeichnet. Weitere Informationen über die Stadt Sagan finden Sie unter der Website www.um.zagan.pl.

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