In Brandenburg leben rund 96.000 pflegebedürftige Menschen. Ihre Zahl wird sich bis 2030 voraussichtlich auf über 160.000 erhöhen. Es gibt mehr als 320 stationäre Pflegeeinrichtungen und fast 550 ambulante Pflegedienste. Hinzu kommen 350 Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Das Sozialministerium ist nach dem Pflegeversicherungsgesetz (Sozialgesetzbuch XI) dafür verantwortlich, dass pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen in Brandenburg eine leistungsfähige, qualitativ und quantitativ gute Versorgungsstruktur zur Verfügung steht. Aufgrund seiner Zuständigkeit für das Heimrecht regelt das Land die  Anforderungen an die Wohn- und Betreuungsqualität in verschiedenen Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Darüber hinaus ist das Sozialministerium auch für die Ausbildung in den Altenpflegeberufen zuständig. Unterstützt wird es dabei vom Landesamt für Soziales und Versorgung.

Ausgehend von den Ergebnissen der „Brandenburger Fachkräftestudie Pflege“ sowie durch den Beschluss des Brandenburger Landtags vom 17. Dezember 2014 wurde die Landesregierung aufgefordert, eine „Pflegeoffensive für eine verantwortungsvolle pflegerische Versorgung im Land Brandenburg auch in der Zukunft“ zu entwickeln.

(Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie)


Pflegestützpunkte in Brandenburg

In Brandenburg gibt es 19 Pflegestützpunkte. Sie bieten allen Versicherten eine neutrale Beratungsstelle für Menschen, die Informationen aus einer Hand rund um das komplexe Thema Pflege benötigen.

Bei der Suche nach einer geeigneten Pflegeeinrichtung hilft auch der Wegweiser Pflege online: Er enthält alle relevanten Adressen und Ansprechpartner und ermöglicht den Zugang zu individuellen, trägerneutralen und kostenlosen Beratungen in allen Fragen der Pflege, bei Pflegebedürftigkeit und Behinderung. Weitere Informationen gibt es hier.

Regionale Beratungszentren

Die regionalen Beratungszentren bündeln verschiedene Beratungsangebote für alle Lebenslagen. Dazu gehören unter anderem trägerübergreifende, lösungsorientierte Hilfestellungen für Sozialschwache, Menschen mit psychosozialen Problemen, Zugewanderte oder auch Menschen mit Demenz. Die trägerübergreifenden Beratungszentren sind regional verteilt. Sie befinden sich in Bad Belzig, Teltow, Werder (Havel) und für die nordwestliche Region in der Stadt Brandenburg an der Havel. Zudem finden Außensprechstunden in Kloster Lehnin und Beelitz statt. Die jeweiligen Kontaktdaten und weitere wichtige Informationen gibt es hier. 

Pflegenotruf

Das Beratungstelefon "Pflege in Not Brandenburg" ist eine zentrale Beratungs- und Beschwerdestelle und will auch dazu beitragen, das Thema Gewalt in der Pflege aus der gesellschaftlichen Grauzone herauszuholen und Hilfestellungen zu geben.

Unter der Telefonnummer 0180 265 55 66 (6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, für Anrufe aus Mobilfunknetzen können abweichende Preise gelten) erhalten Pflegebedürftige, Angehörige, in der Pflege Beschäftigte, Nachbarn oder Pflegeeinrichtungen kostenfrei qualifizierte Beratung, Informationen und Hilfsangebote, wenn zum Beispiel Überforderungen in der Pflege zu Aggressionen und Gewalt führen oder wenn sich Pflegende mit Schuldgefühlen aufgrund von eigener Überforderung quälen.

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