Mehr Klarheit bei der Fernwärme – Transformationsplan liefert Zukunftsperspektiven
Die Fernwärme Teltow GmbH (FWT) und die Stadt Teltow haben die Ergebnisse des Transformationsplans im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) im Oktober gemeinsam diskutiert und dabei wichtige Impulse gesetzt. Der Plan bildet eine erste Grundlage für den schrittweisen Umbau der Fernwärmeversorgung hin zur Klimaneutralität.
Die Analyse entstand in Zusammenarbeit mit der BBH Consulting AG und wird in die kommunale Wärmeplanung der Stadt Teltow und ihrer Nachbargemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf einfließen. Sie beschreibt, wie bestehende Anlagen modernisiert, erneuerbare Energien integriert und künftige Anschlüsse an das Wärmenetz erfolgen können.
Die Ergebnisse des Transformationsplans in der Übersicht
Der Transformationsplan prüft die technische, wirtschaftliche und rechtliche Machbarkeit eines klimaneutralen Wärmenetzes für Teltow. Er schafft erstmals eine solide Datengrundlage für die kommenden Jahre und dient zugleich als strategische Vorlage für die kommunale Wärmeplanung.
Im Fokus stehen vier zentrale Handlungsfelder:
Dekarbonisierung: Ausbau erneuerbarer Einspeisequellen (z.B. Solarthermie, Umweltwärme, Biomasse (z.B. Holz, Biogas), unvermeidbare Abwärme)
Effizienz: Optimierung der bestehenden KWK-Anlagen und des Netzbetriebs
Digitalisierung: Ausbau der Fernauslesung und intelligente Netzsteuerung
Förderlogik: Nutzung der BEW-Module 2–4 für Investitionen und Einzelmaßnahmen
Konkrete Ergebnisse aus Modul 1:
Ermittlung eines vorläufigen Primärenergiefaktors (PEF) von etwa 0,4 – derzeit in fachlicher Prüfung.
Technisches Potenzial für zusätzliche rd. 20.000 m² Solarthermiefläche identifiziert, sowie die Nutzung der Umweltwärme des Teltowkanals.
Analyse der Holzenergie als stabiler regenerativer Beitrag im künftigen Wärmemix.
Entwicklung eines ersten Zeitplans für die schrittweise Dekarbonisierung bis 2045.
Berechnete Preise und vergleichende Einordnung
Für das vierte Quartal 2025 beträgt der Arbeitspreis der FWT 11,22 ct/kWh netto. Für die Verbraucher bedeutet dies eine weiterhin verlässliche, wettbewerbsfähige Preisstruktur im regionalen Vergleich und stabile Planungssicherheit für Haushalte und Unternehmen. Die auf der Plattform Wärmepreise.info ausgewiesenen 19,18 ct/kWh stellen einen Mischpreis (brutto) dar und sind daher nicht direkt mit Gasarbeitspreisen oder reinen Arbeitspreisen anderer Energieformen vergleichbar. Maßgeblich bleiben die offiziellen Preisblätter der FWT.
Erste Berechnungen im Rahmen des Transformationsplans zeigen einen vorläufigen Primärenergiefaktor (PEF) von rund 0,4. Der Primärenergiefaktor beschreibt, wie effizient und umweltfreundlich ein Energiesystem arbeitet – je niedriger der Wert, desto weniger Primärenergie wird für die gleiche Wärmemenge benötigt und desto besser fällt die Klimabilanz aus. Der Wert wird derzeit fachlich geprüft und nach Abschluss des BEW-Verfahrens verbindlich veröffentlicht. Ein niedriger PEF kann Fördermöglichkeiten, welche Gebäudenachweise benötigen (z.B. KfW40), für Bauherren und künftige Gebäudeeigentümer deutlich verbessern.