Um das Ziel einer 20-prozentigen CO2-Emissionsminderung in Teltow bis zum Jahr 2020 zu realisieren, wurden eine Reihe von Schlüsselmaßnahmen erarbeitet und beschlossen, auf welche die Stadtverwaltung direkten Einfluss hat:
Aufbau eines Energie-/Klimaschutzmanagements innerhalb der Stadtverwaltung.
Angebot einer örtlichen Energieberatung für die Bürger in Teltow (und Kleinmachnow, Stahnsdorf).
Erarbeitung kommunaler Beschaffungsrichtlinien mit energetischen und klimaschutzrelevanten Kriterien.
Künftig Beschaffung energieeffizienter und klimaschonender Fahrzeuge (Stadtverwaltung).
Neubau oder Sanierung von kommunalen Gebäuden vorrangig im Passivhausstandard.
Weitere Optimierung der Straßenbeleuchtung und Einsatz von LED-Leuchten.
Klimaschutzkriterien in der Bauleitplanung und Bebauungsplänen verstärken.
Klimaschutzkriterien in der Verkehrsplanung verstärken.
Politische und administrative Unterstützung, um einen Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Teltower Stromverbrauch von über 60% bis zum Jahr 2020 zu erreichen (Flächenausweisungen für Freiflächen-Photovoltaik und Windkraft).
Viele dieser städtischen Maßnahmen haben großen Vorbildcharakter, können selbst aber nur kleine Minderungsbeiträge leisten. Das neben der Energieeinsparung das bedeutsamste, vor allem auch wirtschaftlich erschließbare CO2-Minderungspotenzial für Teltow besteht in der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung, da hierdurch dreimal soviel CO2-Emissionen vermieden werden können, wie beim Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmebereich (z.B. Holzverbrennung, Wärmepumpen). Auf den Dächern von Teltower Häusern, Hallen und Freiflächen gäbe es ausreichende Potenziale, um vorsichtig geschätzt mehr als 60% des Teltower Stromverbrauchs vor Ort zu erzeugen. Dafür braucht es primär investitionsbereite Eigentümer, für manche Projekte auch eine politische Unterstützung, damit interessierte Investoren tatsächlich aktiv werden können. Denn die Stromerzeugung ist eine gewerblich Tätigkeit, die von der kommunalen Wirtschaftsförderung gezielt befördert werden kann, da sie mittelfristig die Gewerbesteuereinnahmen erhöht.
Durch Erschließung dieses Potenzials könnten bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen - trotz eines Zuwachses bei Bevölkerung und Beschäftigten – um rund 40% gesenkt werden, wie die Grafik zeigt.
Das erarbeitete Konzept stellt einen ersten und wichtigen Schritt für den Klimaschutz und Energieeinsparung dar: Noch wichtiger wird die kommende Umsetzung der Maßnahmenvorschläge, welches Engagement und Unterstützung nicht nur von Seiten der Stadtverordneten und -verwaltung, sondern von den Bürgern und Unternehmen Teltows bedarf. Leuchtturmprojekte, nachahmenswerte Beispiele und zigfache „Kleinprojekte“ sind hierbei zielführend.
Die Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts wurde im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums zu 80% aus dem Förderprogramm für Kommunen und soziale Einrichtungen gefördert. Die Stadt hat den offiziellen Förderbescheid dazu im März 2009 erhalten.
Der Gesamtbericht zum integrierten Klimaschutzkonzept kann im unteren Bereich dieser Seite als PDF heruntergeladen werden.
Den Endbericht zum Klimaschutzkonzept finden Sie hier.