In den 700 Jahren Teltower Stadtgeschichte hat sich Vieles auf dem Marktplatz ereignet. Im Mittelalter hatte das Marktreiben vor allem eine große wirtschaftliche Bedeutung. 1265 erhielt Teltow das Stadtrecht und damit die Erlaubnis, eigene Märkte zu veranstalten. Die geografische Lage war günstig, denn Berlin lag nur einen halben Tagesmarsch zu Fuß entfernt. Die Händler machten in Teltow Rast und boten ihre Waren auf dem Markt feil, bevor sie weiterzogen. Damals besaß der Platz noch eine dreieckige Form. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde er mit einem Teich in seiner Mitte verschönert. Grünflächen ringsherum luden damals die Menschen zum Ausruhen ein. In den 1930er Jahren wurde der Teich entfernt und die Fläche gepflastert. Zur Zeit der DDR gab es dann in der gesamten Altstadt und besonders hier am Markt viele kleine Geschäfte. Der Platz selbst erhielt wieder ein neues Gesicht. Gesäumt von Blumenbeeten, Bäumen und Bänken, zeigte er sich in schlichter Aufmachung. Auch das 1908 errichtete Stubenrauch-Denkmal wich 1974 dem Denkmal für die Verfolgten des Naziregimes. Seit der Wende hat sich auf dem Teltower Marktplatz vieles getan. Gebäude wurden saniert und das Pflaster erneuert. In unmittelbarer Nähe der Kirche und der ehemaligen Schule ließen sich die obersten Stadtherren am Marktplatz nieder. Die städtische Verwaltung zog ein. Heute dient das einstige Rathaus als Standesamt. Der Stubenrauch-Brunnen bildet seit 1998 wieder den zentralen Blickfang des Platzes.