Von weitgreifenden geistlichen Umbrüchen war das nachfolgende Jahrhundert geprägt. Die Reformation hielt auch im Kurfürstentum Brandenburg Einzug, und die Stadt machte mit dem Begriff „Die Teltower Einigung“ erstmal wieder von sich Reden. Unter dieser Einigung verbarg sich folgende historische Begebenheit, in einem alten Familienbuch der Teltower Stadtrichter hinterlegt und überliefert.
Laut dieser Quelle trafen sich im April 1539 die Adligen des Landes Teltow im Haus des Teltower Lehnrichters Johann von Schwanebeck mit dem Brandenburger Bischof Matthias von Jagow, um sich mit ihm über die reine Lutherische Lehre und die Zukunft des Landes zu beraten. Auch in Verbindung mit dieser Zusammenkunft trat im November des gleichen Jahres Kurfürst Joachim II. offiziell zum protestantischen Glauben über. In der Brandenburgischen Kirchengeschichte ist die Kunde, die wahrhafte Überlieferung der Teltower Einigung zwar umstritten und nicht allseitig anerkannt. Sie wird andererseits aber auch nicht völlig ausgeschlossen bzw. für unwahrscheinlich gehalten.
Die adlige Familie von Schwanebeck, Erblehnrichter von Teltower bestimmten in der Folge über die Geschicke der Stadt und seiner Bürger bis 1624, ihnen folgten fünf Generationen der Adligen von Willmerstorff.
Quellen: Heimatverein Teltow, Frank-Jürgen Seider