Nach 1945 - Neuaufbau
Ein schwerer Neuanfang begann. In Teltow lebten nur noch rund 10.000 Einwohner. Dazu kamen etwa 3.000 Flüchtlinge und Vertriebene, die sich in der Stadt aufhielten. Die vordringlichste Aufgabe bestand in der Versorgung der Menschen mit Nahrung und Unterkunft. Durch die Befehlshaber der Roten Armee wurden deutsche Kommunisten und Antifaschisten mit der Wiederherstellung eines einigermaßen normalen Lebens betraut. Danach erfolgte der Wiederaufbau der Industrie. Die kurz vor Ende des Krieges von deutschen Einheiten zerstörten Teltowkanalbrücken wurden wieder instand gesetzt. Verkehrsverbindungen, wie die Eisenbahn und die Straßenbahn, wurden wieder nutzbar gemacht.
Mit der Gründung des Instituts für Faserstoff-Forschung im Jahre 1949 wurde eines der ältesten wissenschaftlichen Institute der DDR ins Leben gerufen und Teltow-Seehof wurde Forschungsstandort. Bis in die 1950er Jahre litt die Teltower Bevölkerung unter den Folgen des Krieges. Nachdem unter großen Entbehrungen wieder Grundlagen für einen Neuaufbau geschaffen waren, konnte sich Teltow erneut industriell und landwirtschaftlich entwickeln. Die vorhandenen Industrieanlagen konzentrierten sich auf die Erzeugung und Entwicklung von Gütern für die Elektro- und Elektronikindustrie. Durch eine Verwaltungsreform im Jahre 1952 in der ehemaligen DDR wurde der Kreis Teltow aufgelöst und die gleichnamige Stadt dem Landkreis Potsdam-Land zugeordnet. 1953 erfolgte die Umbenennung des ehemaligen DRALOWID-Werkes in VEB Elektronische Bauelemente für die Funk- und Fernsehtechnik. 1954 erhielt das Mechanik-Askania-Werk den Namen VEB Geräte- und Reglerwerk Teltow.
Quelle: Heimatverein Teltow, Frank-Jürgen Seider
