Lyonel Feininger

Lyonel_Feininger_by_Hugo_Erfurth_1941

Lyonel Feininger wurde 1871 als Sohn eines aus Deutschland stammenden Musikerehepaares in New Yorck geboren. Mit 16 Jahren kam er mit den Eltern nach Deutschland und blieb. Er besuchte Kunstschulen in Hamburg, Berlin und Paris und zeichnete Karikaturen für diverse Berliner Zeitungen. Ab 1907 widmete er sich der Malerei. Lyonel Feininger gehört zu den bedeutendsten Künstlern der klassischen Moderne. 

Seine Werke sind unter anderem im Museum of Modern Art New Yorck und im Harvard Art Museum Cambridge zu sehen. Im Musée d‘Art in Le Havre gab es 2015 eine große Feininger-Ausstellung. Eine „Bilder-Route“ von Usedom nach Stettin ist ihm kürzlich gewidmet worden. 1937 verließ Lyonel Feininger Deutschland. Seine Kunst wurde von den Nationalsozialisten in der Ausstellung „Entartete Kunst“ diffamiert. 

Vor dem Ersten Weltkrieg lebte Feininger in Friedenau und Zehlendorf, von wo er häufige Touren mit seinem Fahrrad nach Teltow unternahm. So entstand am 20. Oktober 1910 eine Bleistiftzeichnung als „Natur-Skizze“. 1912 schuf er „Häuser in Teltow“, gefolgt 1914 von der Radierung „Teltow 1“. 1918 vollendete er letztendlich das berühmte Gemälde „Teltow II“, das sich in der Nationalgalerie Berlin befindet. 

Die Arbeiten zeigen seinen künstlerischen Weg vom Naturalismus zur abstrakten Darstellung. In den Teltow-Bildern von Lyonel Feininger werden aber auch die Etappen einer städtischen Biographie deutlich. Von der ländlich-idyllischen, dem 19. Jahrhundert verpflichteten Ackerbürgerstadt zum modernen, kantigen – eben heutigen Teltow. Das macht Feiningers Arbeiten so einzigartig und so wertvoll. Sie sind Teil der Stadtgeschichte und haben einen festen Platz im Gedächtnis der Stadt Teltow.

Teltow, 1910Teltow, 1910

Teltow I, Häuser in Teltow, 1912Teltow I, Häuser in Teltow, 1912

Teltow, 1914 Teltow, 1914

Teltow IIII, 1914Teltow III, 1914

Teltow II, 1918Teltow II, 1918