Schwarzes Gold: Kaffeerösterei „Kaffeemanum“

Es ist kurz nach zehn Uhr morgens. Die Privatrösterei „Kaffeemanum“ am Ruhlsdorfer Platz 1 öffnet gerade erst die Türen, als schon die erste Kundin eintritt: „Ich hätte gern den Kaffee Teltow – das perfekte Weihnachtsgeschenk aus meiner Heimat.“ Auf Wunsch der Frau wird der Kaffee frisch gemahlen und handverpackt. Wohltuender Geruch liegt in der Luft: „Ich habe erst gestern eine neue Röstung fertig gestellt – die himmlischen Aromen kann man noch Tage danach riechen“, erklärt Volker Behrendt, Inhaber der Rösterei. Den Blick nach links gewendet, steht man auch schon vor einer großen Auswahl an Kaffeebohnen. Neben sechs Grundsorten zieren vier Hausblends die Regale. Der Clue dabei: Behrendt bietet zusätzlich eine waschechte Teltower Röstung an. „Der Kaffee Teltow ist ein super Start-in-den-Tag-Kaffee. Leicht bekömmlich und als Filterkaffee oder im Vollautomaten bestens zu verwenden.“ Der Kaffee „Guten Morgen“, Espresso „Royal“ sowie der Espresso „Mischen Impossible“ komplettieren das Angebot.

Doch wie kommt man auf so eine Idee? „Ich habe schon immer gern Kaffee getrunken, aber nicht überall erhält man ihn auch in guter Qualität. So habe ich mich zunächst damit befasst, wie das mit der Kaffeeherstellung überhaupt funktioniert. Dass dieser irgendwie geerntet und dann verschifft wird, ist wohl jedem klar – aber wie kommt es denn nun zu den unvergleichbaren Aromen?“ fragt Behrend enthusiastisch. „Nach eingehender Recherche war mir klar: Ich kann das auch! Und schwuppdiwupp experimentierte ich zu Hause mit einem Heimröster“, so Behrendt weiter. Aus Interesse entbrannte eine wahre Leidenschaft. Das Funkeln in den Augen des Inhabers ist kaum zu übersehen, als er über die Kaffeebohne referiert. Nicht zuzuhören ist keine Option – diese kleine schwarze Perle ist sein Element.

Auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität schaute sich Behrendt bereits in Berlin und Potsdam um. Doch der Bedarf war weitestgehend gedeckt. Dann sprang ihm plötzlich Teltow ins Auge und siehe da – der perfekte Standort war gefunden. Doch wie heißen? „Manus manum lavat“ – zu Deutsch: „Eine Hand wäscht die andere“! Ein lateinisches Sprichwort, das maßgeblich zur Namensfindung der Privatrösterei „Kaffeemanum“ beitrug– denn es wird nur per Hand geröstet. Für die Zukunft gibt es laut Behrendt bereits genaue Pläne: „Wer hinter meine Kulissen blicken möchte, kann gern ab Januar 2017 an einem meiner Kaffeeseminare teilnehmen. Hier erläutere ich in zweieinhalb Stunden alles zur Bohne an sich, zur Röstung und den Aromen. Natürlich bleiben wir nicht nur theoretisch. Am Ende des Kurses kann jeder seine eigene Röstung mit nach Hause nehmen.“ Die Zeiten mögen sich ändern – gutes Handwerk nicht. Das weiß auch Behrendt und erschuf sich als ehemaliger IT-Außendienstler mit viel Muße und großem Genuss sein eigenes kleines Reich.

Bei „Kaffeemanum“ werden die Bohnen ganz klassisch in einem gasbetriebenen Trommelröster geröstet. Dieses traditionelle und schonende Verfahren garantiert bestes Aroma. Allein die 720 Kilogramm schwere Röstmaschine ist einen Abstecher in die Privatrösterei wert. Wer also am Ruhlsdorfer Platz 1 vorbeischauen möchte, kann dies von Dienstag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr tun. Der „Kaffee Teltow“ ist auch in der Tourist-Information der Stadt Teltow käuflich zu erwerben. Weitere Informationen gibt es auf www.kaffeemanum.de.

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