S-Bahn-Verlängerung rückt in den Fokus

Auf einem Mobilitätsforum am 17. März in Kleinmachnow ging es um die bessere Anbindung der Teltower Region mit Bus und Bahn.

Der Saal im Kleinmachnower Rathaus war gut gefüllt. Foto: DG

Auf einem großen Mobilitätsforum in Kleinmachnow haben am 17. März Bürgermeister und Verkehrsexperten über die Zukunft der Bus- und Schienenanbindung der Teltower Region diskutiert. Dabei ging es in erster Linie um den Wiederaufbau der Stammbahnstrecke von Potsdam über Kleinmachnow nach Berlin und insbesondere um die Verlängerung der S-Bahn-Strecke von Teltow-Stadt nach Stahnsdorf. Letzteres würde nach Berechnungen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) rund 45 Millionen Euro kosten und wäre in einem realistischen Zeitrahmen auch umsetzbar. Neue S-Bahn-Stationen würden an der Teltower Iserstraße und an der Sputendorfer Straße in Stahnsdorf entstehen.

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt sieht die Verbesserung der Anbindung als „gemeinsame Aufgabe“ der drei Nachbarkommunen und des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf. „Rad, Schiene, Auto und Elektromobilität – wir müssen dabei viele Aspekte mit ins Kalkül ziehen“, so Schmidt. Beim Radverkehr gehe es auch um touristische Angebote. Schmidt verwies in diesem Zusammenhang auf den Umbau alter Industriegleise zu Rad- und Wanderwegen. „Nicht unterschätzen darf man dabei allerdings die langen Planungsprozesse. Es geht aber grundsätzlich um die Verbesserung der Lebensqualität in unserer Region.“

Aktuell geht es in Teltow laut Bürgermeister Schmidt auch um die konkrete Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. So soll die Qualität der Radabstellplätze an den Bahnhöfen verbessert werden. „Da sehe ich Handlungsbedarf“, so Schmidt. Großen Abstimmungsbedarf mit allen Nachbarn gebe es insbesondere bei den anstehenden Sanierungen und Bauarbeiten an Knesebeck- und Rammrathbrücke. „Das muss mit parallel laufenden Straßenbauarbeiten gut koordiniert werden, damit wir nicht chaotische Zustände bekommen.“

Die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, Cerstin Richter-Kotowski sagte für den Neubau der Knesebeckbrücke eine „intensive Debatte“ zu. Außerdem brachte sie den geplanten Wiederaufbau der Teltowwerftbrücke ins Spiel. Für das Gelände der Teltowwerft laufe derzeit ein Verfahren zur Bebauung des Areals mit Wohnungen. Eine spätere Rad- und Fußwegeverbindung hinüber nach Teltow sei sinnvoll. Teltows Bürgermeister Schmidt begrüßte diese Pläne. „Dass auf der ehemaligen Teltowwerft wieder Leben einzieht, passt gut zum Bau unseres Stadthafens. Der Teltowkanal insgesamt wird dadurch als Erholungsraum aufgewertet.“

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