Eine Woche der Städtepartnerschaften für Teltow

China und Polen standen in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt der internationalen Kontakte Teltows. Die Städtepartnerschaften nehmen Fahrt auf.

Wanda Winczaruk, Daniel Marchewka und Thomas Schmidt (v.l.) bei der Baumpflanzung. Foto: Stadt Teltow

Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt trägt sich in das Gästebuch des Augustinerklosters ein. Foto: Stadt Teltow

Vertreter der Partnerschaftsvereine aus Zagan und Teltow trafen sich in Zagan. Foto: Reinhard Frank

Die Teltower haben eine Woche der Städtepartnerschaften hinter sich. Zwar stand der Besuch einer chinesischen Delegation in Teltow und die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit Rudong am 18. September 2018 im Mittelpunkt – doch es gab auch weitere Aktivitäten mit den internationalen Freunden.

So besuchte eine Gruppe aus dem französischen Gonfreville L’Orcher in den vergangenen Tagen Teltow, um die Kooperation mit der Union Soziale Einrichtungen (USE) weiter zu vertiefen. Die in beiden Städten beheimateten Behindertenwerkstätten wollen in Zukunft zusammenarbeiten. Die französischen Partner besuchten unter anderem die Schleuse Kleinmachnow.

Bereits vor einer Woche hatte darüber hinaus der Verein „Teltow ohne Grenzen“ eine Tagesfahrt in die polnische Stadt Zagan organisiert. Nach einem Bericht von Reinhard Frank waren 50 Reisende zusammengekommen und wollten mehr über die Teltower Partnerstadt erfahren. „Alles lag in den Händen der Vereine „Teltow ohne Grenzen“ sowie vor Ort bei „Miasto bez granic“ (Stadt ohne Grenzen). Beide Vereine haben sich auf die Fahne geschrieben, die Menschen näher zusammen zu bringen. Das ist an diesem Tag gut gelungen“, so Frank. „Halina Dobrakowska, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins in Zagan führte durch das Schloss, das Augustinerkloster und auf den Aussichtsturm der Stadt. Besonders beeindruckt waren die Gäste von der Bibliothek, die im Kloster soeben renoviert wurde und Bücher ab dem 16. Jahrhundert enthielt. Diese standen nicht nur hinter Glas sondern konnten angefasst werden und ihre Qualität bewundert werden. Das polnische Mittagessen im Hotel Bartosz war gut gewählt und führte die Reisegesellschaft an die polnische Küche heran. Am Nachmittag bestand die Möglichkeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und insbesondere den an diesem Tag stattfindenden Michaelisjahrmarkt zu besuchen. Das größte Volksfest der 28.000-Einwohner-Stadt bot von Kunstgewerbe über die klassischen Fahrgeschäfte und polnischen Köstlichkeiten alles, was das Herz begehrte. Der Abschluss des Tages erfolgte bei einem Grillabend am Stalag Luft III, einer Gedenkstätte für inhaftierte alliierte Soldaten. Die Möglichkeit, die Gedenkstätte zu besuchen, nutzten dabei viele der Gäste. Der Aufenthalt am Lagerfeuer mit Grillwürsten und Bier wurde zum Höhepunkt der Kurzreise. Viele Teilnehmer meinten, man solle doch besser bleiben und nicht zurückfahren und zeigten sich beeindruckt von der herzlichen Gastfreundschaft der polnischen Gastgeber“, schreibt Reinhard Frank.

Schließlich brach am Freitag, dem 21. September, eine Teltower Delegation unter Leitung von Bürgermeister Thomas Schmidt nach Zagan auf. Mit dabei Sabine Lillich, Nina Meier und Reinhard Frank vom Verein „Teltow ohne Grenzen“ und neben Bürgermeister Schmidt aus der Stadtverwaltung Baumexperte Ralf Dieter und Pressesprecher Jürgen Stich. Ziel war ein neu gestaltetet Platz im Zentrum Zagans in der Nähe des bekannten Restaurants Kepler. Dort pflanzten Zagans Bürgermeister Daniel Marchewka und Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt gemeinsam drei japanische Kirschbäume.

Die Idee dazu hatte die Vorsitzende des Zaganer Stadtparlaments, Wanda Winczaruk: „Ich habe die Kirschbaumallee in Teltow am ehemaligen Mauerstreifen bewundert. Da kam mir die Idee, solche Bäume als Friedens- und Freundschaftssymbol auch hier in Zagan zu pflanzen“, sagte sie. „Wir haben diesen Vorschlag gerne aufgenommen“, so Bürgermeister Schmidt. Ralf Dieter kümmerte sich schließlich um Auswahl und Transport der Bäume, die jetzt den neuen Platz in Zagan schmücken.

Anschließend besuchten die Teltower noch das Augustinerkloster mit seiner beeindruckenden Bibliothek. Zagan ist mit seinen kulturell bedeutenden Orten in ganz Polen bekannt. In der Bibliothek, die gerade saniert wird, trug sich Bürgermeister Schmidt in das Gästebuch ein, bevor es dann wieder zurück nach Teltow ging.

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