Ausstellung zum Mauerfall im Neuen Rathaus

"Sehnsuchtsvolle Tage 1989/90" heißt die Fotoausstellung von Bernd Blumrich, die jetzt im Neuen Rathaus Teltow zu sehen ist.

Glienicker Brücke am 9. November 1990, Foto: Bernd Blumrich

Bernd Blumrich (links am Stehtisch) bei der Vernissage. Fotos: Stadt Teltow

Bürgermeister Thomas Schmidt begrüßt die Gäste.

Susanne Schneider (Organisatorin der Ausstellung) und Alt-Bürgermeister Siegfried Kluge.

Ein beinahe historisches Zusammentreffen dreier Bürgermeister: Thomas Schmidt, Siegfried Kluge und Manfred Graulich (v.l.) sowie Bernd Blumrich.

Es war eine bemerkenswerte Ausstellungseröffnung am 12. September: Der amtierende Bürgermeister Thomas Schmidt und zwei seiner Vorgänger, Manfred Graulich und Siegfried Kluge, waren gekommen und zahlreiche weitere Teltowerinnen und Teltower, um sich in die Zeit des Mauerfalls im November 1989 zurückzuversetzen. Der weit über die Region für seine dokumentarischen Fotos bekannte Kleinmachnower Fotograf Bernd Blumrich zeigt im Neuen Rathaus Fotos, die den Mauerfall in der Region unmittelbar und emotional erlebbar machen.

Musikalisch umrahmt vom Duo Chantrois ließen sich die Eröffnungsbesucher von Bernd Blumrich durch die Ausstellung führen und erlebten einen bemerkenswerten Vortrag zu einigen Schlüsselbildern dieser Zeit, wie dem ersten Zusammentreffen des damaligen Teltower Bürgermeisters Manfred Graulich mit seinem Steglitzer Amtskollegen Klaus-Dieter Friedrich am 14. November 1989 um 8 Uhr in der heutigen Lichterfelder Allee. Kurz zuvor war dort die Mauer "aufgesägt" worden, damit ein Übergang entstehen konnte.

Eine kleine Sensation ist die Tatsache, dass Bernd Blumrich diese historische Begegnung sogar in einem Film mit Ton verewigt hat. Er wurde erstmals im Stubenrauchsaal den Gästen der Vernissage präsentiert.

 

Aus Anlass des 30. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer hat die Stadt Teltow den Reportagefotografen Bernd Blumrich für diese Ausstellung ins Teltower Rathaus eingeladen. Die meisten der ausgestellten Bilder sind in den 1980er Jahren und während der Wendezeit in der Region entstanden und spiegeln die Dynamik dieser Zeit wider.

„Den Menschen, die auf meinen Bildern zu sehen sind, sieht man die sehnsuchtsvolle Erwartung, die mit dieser spannenden Zeit einherging, förmlich an“, so der Fotograf. Veränderungen erhofften sich die Menschen damals nicht nur in den politischen Verhältnissen, sondern damit zusammen hängend auch in ihren Wohnsituationen oder im Umweltbereich. Hier waren die Missstände - veraltete Bausubstanz oder die Verschmutzung des Teltowkanals - Ende der 1980er Jahre für alle spürbar.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses noch bis zum 21. November 2019 zu sehen.

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