Heimatmuseum
„Bekanntmachung" hieß es in der Mai-Ausgabe
1994 des „Teltower Stadt-Blatts": „Unser am 3. Oktober 1993 im Teltower
ältesten Haus, Hoher Steinweg 13, geborenes Kind - Heimatmuseum - ist
unter unserer Pflege so gut gediehen, dass es nun schon auf eigenen
Füßen stehen kann. Anzuschauen ist es erstmals am 1. Mai ab 11 Uhr." -
An jenem Tag wurde das Heimatmuseum zu einem Wallfahrtsort - kein
Wunder, ist doch dem Heimatverein Teltow e.V. ein wahres Kleinod
gelungen. Das Gehäuse, d.h. das
mit viel Geld und viel Liebe restaurierte und sanierte älteste Haus aus
dem Jahre 1711, ist selbst ein sehenswertes Ausstellungsstück. Die
Inschriftentafel über dem Eingang erzählt vom Schicksal dieses ältesten
Hauses wie der Stadt im Jahre 1711. Der Heimatforscher Horst Stürzebecher übertrug den Text
in die heutige Schreibweise: „Nachdem das Städtlein Teltow den 16. Juni
1711 nachmittags um 6 Uhr in Zeit von ca. 4 Stunden leider mit Kirche,
Schulen und Rathaus als auch Torhäusern bis auf 4 Häuser gänzlich in
Asche gelegt, hat Herr Johann Christoph Bürger, Bader in Teltow und
desselben Kreises, und seine Frau Johanna Eleonora Bürgerin, geborene
Meyerin, dieses Haus mit guter Leute Hilfe, denen es Gott reichlichen
vergelten wolle, aus dem Grunde neue erbauet, welche Gott lange in Segen
setzen, die Einwohnenden segnen und allem Schaden väterlich erhalten
wollte." Das Heimatmuseum ist jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr
geöffnet. |