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Geschichte

1232: Älteste Urkunde der Askanierfürsten über die von der Spree durchflossenen Gebiete Barnim und Teltow, die der slawischen Landschaft Zpriauuani entsprechen.
6.April 1265: Erste Erwähnung der Stadt Teltow durch Markgraf Otto III in einer Urkunde, die der Stadt auch lnnungsrechte verleiht.
11.April 1299: Die Stadt Teltow wird abgetreten zur Tilgung einer Schuld von 300 Mark Silber von Markgraf Herrmann II an den Bischof von Brandenburg.
Seit 1299: Immediatstadt, die dem Landesherrn unmittelbar unterstellt war.
1311: Bestätigung der vom Markgrafen verliehenen Privilegien.
1314: Errichtung des Lehn-Richteramtes in Teltow. Belehnung des Lehnrichters mit dem Rittergut in der Stadt.
1337: Erstmalig taucht das Siegel der Stadt Teltow auf: von Eichenzweigen umgebenes Adlerschild der Markgrafen von Brandenburg mit der Unterschrift "S(igillum) civitatis Teltowe".
1375: Erwähnung Teltows im Landbuch Kaiser Karls IV. Es gab 3 Windmühlen und eine Wassermühle. In der Stadt gab es die Kirch-, Ritter-, Quer-, Linden-, Grün-, Gärtner-, Mittel- und Machnowsche Straße, ferner die Seegasse, den Markt und die Sandgasse. Bewohner: etwa 800 Personen in 119 Familien. Erwerbsquellen waren Ackerbau, Viehzucht, Brauen, Branntwein-Brennen und Handwerken. Die Haupt-Gewerke waren: Leineweber, Schneider, Schuhmacher, Stellmacher, Tischler, Zimmerleute und Schmiede.
Vor 1300: Gründung der geistlichen Genossenschaft "der Kaland" in Teltow durch Adlige, Geistliche und Bürger wie in anderen Städten der Mark.
1438: Aufnahme des Lehnrichters Hans von Berne in den Kaland. Der Kalandgesellschaft gehörten Männer und Frauen an. Sie hatten eigene Statuten. Sie kamen am ersten Tag des Monats zusammen, hielten gemeinsame Andachten ab und widmeten sich sozialen Aufgaben.
Reformation in Brandenburg 31.10.1539: Übertritt des Bischofs Matthias von Jagow mit dem Teltower Lehnrichter Joachim von Schwanebeck und dessen Sohn in Spandau zum Luthertum. Ende des Kalands.
1566: Die Pest in Teltow (später noch 1612, 1626, 1638).
1571: Nach der Reformation: Vereinigung der Brandenburger Stiftsgüter, darunter Teltow, mit den kurfürstlichen Gütern. Unterstellung Teltows unter das Amt Ziesar. Mitregierung durch Domänenamt.
1673: Stadtbrand.
1689: Zuordnung Teltows zu dem näher gelegenen Amt Potsdam.
1624: Hans von Wilmersdorf wird Lehnrichter. Er und seine Nachkommen üben das Amt fast 200 Jahre aus.
1612: Wieder Stadtbrand.
1631: An der Pest starben viele Einwohner.
1643: Erneute Feuersbrunst.
1618-1648: Dreißigjähriger Krieg.Teltow wurde 1631,1634,1637 und 1640 geplündert.
1652: Entvölkerung Teltows als Kriegsfolge. Es wurden noch 27 Hüfner und 39 Gärtner durch den Landreiter gezählt.
16.6.1711: Großer Stadtbrand. Es blieben nur der adlige Wilmersdorfsche Hof, das Pfarrhaus und ein Baderhaus stehen. Wiederaufbau mit Bauholzspenden König Friedrichs I. Kein Pachtzins für 3 Jahre.
1723: Im "Brandenburgischen Kochbuch" werden erstmalig Rezepte für Teltower Rübchen veröffentlicht.
1767: Die erste gedruckte Chronik der Stadt Teltow erscheint. Im Siebenjährigen Krieg Zahlung von hohen Brandschatzungskosten an die Österreicher durch die Bürger.
1760: Verwüstung der Stadt durch Kosaken.
17.8.1801: Erneuter Stadtbrand, bei dem 30 Häuser, die Andreaskirche, das Rathaus, Schule und Ritterhof abgebrannt sind.
13.9.1812: Einweihung der Andreaskirche nach Wiederaufbau.
 Januar 1813: Plünderung der Scheunen vor dem Berliner Tor durch Franzosen.
24.8.1813: Unterbringung von Hunderten von Verwundeten in Teltow nach der Schlacht von Großbeeren.
nach 1813: Frei gewählter Magistrat, Teltow wieder Mittelpunkt der umgebenden Landschaft.
1816: Beseitigung der Stadttore.
1819: Einrichtung des Landratsamtes in der Ritterstraße.
1827: Das Stadtgericht wird zum königlichen Stadtgericht erhoben.
 Juni 1834: Hundertjahrfeier der Handwerkerinnung für von Friedrich Wilhelm I. verliehene Privilegien.
1856: Entstehung des Gutes Seehof.
1872-1890: Am Ufer des Teltower Sees entstanden etwa ein Dutzend großer Villen und ein Kurhaus. Es gab eine Badeanstalt Am See (Ägirbad). Zahlreiche Gärtnereien in Teltow.
1870: Verlegung des Landratsamtes nach Berlin.
1888: Eröffnung der Dampfstraßenbahnlinie von Groß-Lichterfelde nach Teltow.
1901: Eröffnung des Bahnhofs Teltow an der Anhalter Bahn.
1901: Gründung des Magdalenenstifts, das heute Diakonissenhaus mit Krankenhaus ist.
1907: Errichtung des Schifferkinderheims als Internatsunterbringung und Schule für Kinder der Binnenschiffer.
1901-1906: Bau des Teltowkanals. Der Schönower- und der Teltower See sowie das Bäkefließ fallen dem Bau zum Opfer.
1909: Teltow erhält einen Hafen mit Gleisanschluss. Beginn der Industrieansiedlung.
1911: Bau eines Versuchsflugplatzes am Großbeerener Weg.
Bis 1918 Übungsflüge zwischen Teltow und Johannisthal, dann Abbruch des Betriebes wegen des Versailler Friedensvertrages.
  Erste Industriebetriebe gegründet:
1904: Porzellanfabrik (später Dralowid),
1910: Deutsche Asbestwerke,
1911: Biomalzfabrik,
1913: Gustav Lohse AG (Gödecke).
1908: Denkmal für Landrat v. Stubenrauch.
1913: Denkmal für die Gefallenen der Befreiungskriege 1813 auf dem „Zickenplatz“.
1927: Anlage eines Ehrenhains für die 155 im ersten Weltkrieg gefallenen Teltower an der Wupperstraße (inzwischen zerstört). Weitere lndustrieansiedlung:
1920: Curt v. Grueber Maschinenbau AG, später Teltomat
1927: Bitumuls-Kaltasphaltwerk,
1928: Elektromechanik List.
1928: Grundsteinlegung für Altersheim Bethesda.
1929-1937: Erhebliche Vergrößerung des bebauten Geländes innerhalb der Gemarkung Teltow. Parzellierung in Seehof, Sigridshorst, beiderseits der Mahlower-, Ruhlsdorfer- und lserstraße.
1943: Zerstörung eines großen Teils der Stadt durch Luftangriffe, besonders Ruhlsdorfer Platz, Berliner- und Zehlendorfer Straße. Auch in anderen Stadtteilen schwere Schäden.
April 1945: Hunderte von Bürgern durch unmittelbare Kriegseinwirkung getötet. Sprengung aller Teltowkanalbrücken. Zerstörung aller öffentlichen Verkehrseinrichtungen.
1945: Einheiten der Roten Armee marschieren in die Stadt; Albert Wiebach wird als Bürgermeister eingesetzt. Februar 1946: Wiedereröffnung der Straßenbahnlinie 96 zwischen Tempelhof und Machnower Schleuse.
13.11.1948: Öffnung der Knesebeckbrücke nach Reparatur der Kriegsschäden.
19.6.1948: Währungsreform. Vertiefung der Trennung von Berlin. 1948: Gründung von Mechanik Askania, Vorläuferbetrieb des Geräte- und Reglerwerkes.
April 1949: Umwandlung der Glanzstoff-Forschungsstelle in das Institut für Faserstoff-Forschung.
1952: Auf der Grundlage der Verwaltungsreform in der DDR wird der Kreis Teltow aufgelöst und die Stadt dem Kreis Potsdam-Land zugeordnet.
1953: VEB Dralowid erhält den Namen Carl von Ossietzky (später als Volksmund-Abkürzung: "CvO")
1954: "Mechanik Askania" wird in Geräte- und Reglerwerke (GRW) umbenannt.
1959: Die GPG "Immergrün" wird von 28 Gärtnern gegründet. Im gleichen Jahr erfolgte die Grundsteinlegung für die "Neue Wohnstadt".
1961: Bau der Berliner Mauer.
1962: Die Geräte-und Reglerwerke werden bis 1965 zu einem Großbetrieb mit ca. 6000 Beschäftigten ausgebaut.
1970: Grundsteinlegung für den Wohnkomplex Bodestraße (Flußviertel).
1972: Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow bilden den ersten Gemeindeverband im Kreis Potsdam-Land.
1973: Nach dem Beschluß zur Förderung des Eigenheimbaues (von 1972) entstanden in Teltower Siedlungsgebieten und in besonders konzentrierter Form in Teltow-Seehof viele Eigenheime.
1975: Die drei Großbetriebe GRW (VEB Geräte- und Reglerwerke), CvO (VEB Elektronische Bauelemente "Carl v. Ossietzky") und MLS (Mikroelektronik Stahnsdorf) bauten gemeinsam mit den örtlichen Räten das Freibad "Kiebitzberge" in Kleinmachnow. Die Einweihung erfolgte ein Jahr später.
1987: Grundsteinlegung für das Wohngebiet Ruhlsdorfer Platz.
1989: Das Kulturzentrum "Horst Jacob" wird im Hotel "Stadt Teltow" eröffnet. Am 14. November öffnet die Grenzübergangsstelle Teltow-Seehof nach Westberlin.
1990: Am 23. Juni wird rund 29 Jahre nach dem Mauerbau die Knesebeckbrücke nach Wiederaufbau geöffnet.
1994: Ruhlsdorf wird ein Ortsteil von Teltow.
1999: Die Stadt Teltow hat knapp 16.500 Einwohner, 700 Jahre Ruhlsdorf, Gründung Lokale Agenda 21, 15. März: Gründung Rübchenverein, 3. Oktober: 1. Rübchenfest
2001: 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ruhlsdorf, 10 Jahre Heimatverein, 10 Jahre Städtepartnerschaft Teltow-Ahlen, 90 Jahre Biomalzfabrik, 1. Oktober: 100 Jahre Bahnhof Teltow
2002: Gründung Verein Teltow ohne Grenzen, 1.Kirschblütenfest, 10 Jahre Jugendkunstschule
2003: 150. Geburtstag Ernst von Stubenrauch, 90 Jahre Teltower FV
2004: 15. Altstadtfest, Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Teltow
2005: Teltow bekommt S-Bahn-Anschluss, 100 Jahre Teltowkanal, 95 Jahre Eröffnung Flugbetrieb in Teltow
2006: 40 Jahre Städtepartnerschaft Teltow-Gonfreville

 

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