Regionalpark-Idee

Berlin ist sternförmig von sieben Regionalparks und einem Naturpark umgeben. Diese sollen die Regionen nachhaltig sichern, aufwerten und nach außen hin präsentieren. Sie dienen dem Schutz der unbebauten Landschaft, der Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe sowie der Naherholung.
Landschaftsprägende Elemente des Regionalparks Teltowpark sind die ehemaligen Rieselfelder, ausgedehnte Feldfluren und große, feuchte Niederungsbereiche. Größere Waldgebiete sind bis auf wenige, aber bedeutsame Ausnahmen wie die Parforceheide kaum zu finden. Die weiten, vielfach bis zum Horizont reichenden Offenlandschaften machen den besonderes Reiz des Landschaftsbildes aus.
Da die Regionalparks kein administratives Planungsinstrument sind, sondern ein Angebot der Landesplanung, welches von den örtlichen Akteuren aufgegriffen werden muss, war die Etablierung des Regionalparks Teltowpark in der Vergangenheit immer wieder ins Stocken geraten.
Laut Angaben von COMPLAN (2004) wurden in den Regionalparks um Berlin seit Mitte der 1990er Jahre eine Vielzahl von Projekten durchgeführt; mit den Regionalparkvereinen als Vorreiter. Der Teltowpark hatte seine vielfältigen Projekte bislang allerdings nicht ausreichend unter das Label „Regionalpark“ gestellt. 2004 wurden 13 Projekte erfasst, davon 8 mit dem thematischen Schwerpunkt „Aufwertung der Kulturlandschaft“, je 2 mit den Schwerpunkten „Tagestourismus / Naherholung“ sowie „Regionale Wirtschaftskreisläufe“ und ein Projekt zur „Qualifizierung von Erschließungspotenzialen“ (COMPLAN 2004, 69f). In der Zwischenzeit sind jedoch viele neue Projekte im Teltowpark hinzukommen, auch wenn noch immer ein großer Teil nicht unter dem Namen "Regionalpark" läuft.
Ziel der derzeitigen Bemühungen im Auftrag der Stadt Teltow ist es, zunächst den Handlungsbedarf für den Regionalpark Teltowpark zu konkretisieren und die vielen Einzelprojekte und Ideen lokaler Initiativen zusammenzuführen, um bei gemeinsamen Zielen an einem Strang ziehen zu können.
Am 22.11.2009 fand ein Abstimmungstermin im Ernst-von-Stubenrauch-Saal in Teltow statt, an welchem Vertreter vieler Teltowpark-Gemeinden teilnahmen. Er diente dem Austausch der Gemeinden und Fachbehörden über den aktuellen Stand ihrer Planungen und ihrer Vorstellungen und Wünsche für die Regionalpark-Entwicklung.
In diesem Rahmen wurde auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Teltowpark mit einem Alleinstellungsmerkmal von anderen Regionen abgrenzen, etwa einer bestimmten Landschaftsform, speziellen Freizeitnutzungen oder regionalen Produkten. Von vielen Teilnehmern wurde vorgeschlagen, sich auf wenige realistische, prioritäre Ziele zu konzentrieren und diese kurzfristig umzusetzen („Leuchtturmprojekte“).
Auch wurde die Notwendigkeit angesprochen, den Teltowpark durch Öffentlichkeitsarbeit (Broschüren, Internet-Präsenz) bekannter zu machen, um eine Orientierung für die Bürger zu schaffen, mit der sie sich im Gesamtkonzept wiederfinden und zielgerichtete Projekte entwickeln können.
Eine für die nahe Zukunft geplante weitere Fachtagung zum Regionalpark Teltowpark soll vor allem die aktiven Menschen und Initiativen in den Vordergrund stellen. Unter dem Gesamtkontext „Brückenschläge“ sollen Vertreter bereits angelaufener und erfolgreicher Leuchtturmprojekte ihre Erfahrungen und bisherigen Arbeitsschritte präsentieren. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Menschen in der Region einsetzen und engagieren und wie die Projekte innerhalb der Gesamtidee „Teltowpark“ von Erfahrungsaustausch, Zusammenarbeit und gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit profitieren können.
