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Donnerstag, der 17. Mai 2012
Veröffentlicht am 01.02.12

Werden die Flugrouten zu Fluchrouten?

Viel Papier wurde beschrieben, viele Stunden wurden investiert, viel Engagement hat sich bei den Bürgern der vom Fluglärm betroffenen Kommunen entwickelt – aber hat sich all der Aufwand gelohnt?

Auf der hiesigen Internetseite kann das Ergebnis der Bemühungen nun nachvollzogen werden (siehe hier). Es erscheint ernüchternd, dass sowohl die Forderungen der Fluglärmkommission als auch die Intervention des Bundesumweltamtes einer Abwägung unterliegen, die offensichtlich nur dokumentiert, dass Vertrauensschutz ein Fremdwort zu sein scheint.

Theorie und Praxis werden nach Eröffnung des BER zu prüfen sein – das veröffentlichte Kartenmaterial zu den prognostizierten Flugrouten ist der theoretische Teil. Nach diesem Material hätte die Stadt Teltow keine Klagegrundlage, wie auch von der uns betreuenden Rechtsanwaltskanzlei erklärt wird. Teltow wäre – eben theoretisch – von Fluglärm verschont. Die wahren Flugbewegungen müssen daher unsererseits ab Juni 2012 genau beobachtet werden. Von der dann zu erkennenden Belastung wird abhängen, ob auch die Stadt Teltow eine Klage anstrebt. Wichtiger denn je ist nunmehr das in Kürze startende Bürgerbegehren zum Nachtflugverbot am BER in Schönefeld! Die Stadt Teltow wird die Unterschriftensammlung nach Kräften unterstützen und erklärt sich schon heute bereit, mit der Bürgerinitiative „Teltow gegen Fluglärm“ auch weiterhin eng zu kooperieren. Die Botschaft ist klar: wir brauchen die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sowie der gesamten Region, um das Schlimmste zu vermeiden.


Kategorie: Aktuell, Fluglärm