Urlaubsfeeling in der Badstraße: Jugendliche gestalteten freistehende Wand mit Graffitikunst
Was im öffentlichen Raum noch vor einigen Jahren eher als tabu galt, hat sich heute nicht nur zu einer festen Größe, sondern sogar zu einer eigenen Kunstform weiterentwickelt: Die Kunst des Graffiti. Doch die damit verbundene Technik will erst einmal gelernt sein. Diese Erfahrung machten jüngst auch neun Jugendliche der Teltower Jugendeinrichtungen „Mädchenzukunftswerkstatt“, „Jugendhaus Schiffer“ und „Jugendtreff Teltow“. Mit Kreativität, Inspiration und Engagement verhalfen sie einer von der Stadt Teltow zur Verfügung gestellten Freiwand am Parkplatz Badstraße mithilfe des Graffitikünstlers Mark Straeck zu neuem Glanz. Angefangen mit auf Papier skizzierten Ideen folgte die Grundierung der Fläche, bis letztlich am vergangenen Freitag die praktische Umsetzung des Kunstwerkes abgeschlossen werden konnte. „Die meisten der Jugendlichen hatten wenig bis keine Erfahrung mit der Technik, deshalb war es mir wichtig, dass sie sich handwerklich ausprobieren konnten“, sagt Mark Straeck. „Daher habe ich sie erst einmal machen lassen und mich dann eher um die Feinarbeiten gekümmert.“ Dass das Sprayen gar nicht so einfach ist, mussten auch die beteiligten Jugendlichen feststellen: „Wir haben das vorher noch nie gemacht“, erzählt die 16-jährige Luise. Und ihre Freundin Lara (13) ergänzt: „Man muss echt aufpassen, dass die Farbe nicht verläuft!“ Am Werke waren die Kids neben der Spraydose auch mit Pinseln und Farbrollern, um ihren Ideen Ausdruck zu verleihen. „Die Jugendlichen hatten das Gefühl, dass ihre kreativen Gedanken gefragt sind und sie damit Anerkennung erfahren“, so die Leiterin der Mädchenzukunftswerkstatt, Sonja Roque.
Realisiert wurde das Projekt auf Anregung von Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt mithilfe einer finanziellen Förderung des Landkreises, der seit diesem Jahr im Rahmen des Sozialraumprojektes Gelder für präventive Jugendprojekte zur Verfügung stellt. Der Antrag wurde sowohl vom Teltower Sozialausschuss als auch vom Landkreis positiv beschieden, so dass der kreativen Projektwoche nichts mehr im Wege stand. Das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen. Statt der grauen und teilweise beschmierten Wand bietet sich dem Betrachter nun ein Bild, das Urlaubsfeeling und gute Laune weckt. Das Motiv können die Kunstneulinge Luise und Lara jedenfalls erklären: „Bei der Ideenfindung war uns nach Urlaub, Sonne und Strand. Und das soll man ruhig auch erkennen.“
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