„Schulexpress“ – der „Fußbus“ für Schulkinder!
In der Anne-Frank-Grundschule der Stadt Teltow wird es ab Mai 2012 den sogenannten „Schulexpress“ geben. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Busshuttle, sondern vielmehr um ein Verkehrsprojekt, das es Eltern ermöglichen soll, einen Beitrag zum sicheren Schulweg ihrer Kinder zu leisten. Die Kinder sollen den Schulweg dabei zu Fuß und möglichst in kleinen Gruppen zurücklegen.
Hauptziel des Projektes, das derzeit vornehmlich in Bremen und in Niedersachsen verbreitet ist, ist es, den Autoverkehr von der Schule fern zu halten. „Das Fahrzeugaufkommen rund um die Schule entsteht überwiegend durch bringende und abholende Eltern. Jedes Auto, das im Bereich der Schule parkt, beeinträchtigt die Sicht der Kinder, die die Straße überqueren wollen und stellt somit eine potenzielle Gefahrenquelle dar“, erklärt Michael Belkner, Fachbereichsleiter für Schule, Kultur und Soziales der Teltower Stadtverwaltung. Ein weiterer Grundgedanke des Projektes ist es, den Kindern im Zuge des allein zurückgelegten Schulweges praktische Erfahrungen im Umgang mit dem Verkehr zu vermitteln und somit das kindliche Selbstbewusstsein zu fördern. Auch sind Bewegung und frische Luft positive Begleiterscheinungen für die Kinder.
„Nachdem wir uns intensiv mit der Materie befasst haben, wollen Eltern, Lehrer, Stadtverwaltung, Polizei und die Initiative SCHULEXPRESS diese Idee nun auch für Teltow umsetzen“, so Belkner. Wichtig bei der Vorbereitung der Projektidee sei insbesondere das Engagement der Eltern gewesen, die gemeinsam mit der Initiative SCHULEXPRESS einen Haltestellenplan entworfen haben. Bevor das Projekt im Mai starten kann, wird die Stadt auf dieser Grundlage im Einzugsgebiet der Anne-Frank-Grundschule 12 Haltestellen einrichten, die jeweils mit einem einheitlichen Schild gekennzeichnet werden. Diese sollen den Kindern als Treffpunkt dienen, um gemeinsam zu Fuß zur Schule zu gehen. Darüber hinaus können die Schilder auch als Elternhaltestelle für diejenigen dienen, deren Schulweg zu lang ist, um zu Fuß zur Schule zu kommen. Jene Eltern fahren zu einer Haltestelle in ihrer Nähe und lassen die Kinder von dort aus zur Schule laufen. Auf diese Weise verteilt sich der Verkehr vor der Schule und unnötige Autokilometer können vermieden werden.
Auch Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt ist sich sicher, dass sich die Projektidee durchsetzen wird. „Der Leitgedanke dahinter ist einfach, aber dennoch effektiv. Sollte sich das Konzept bewähren, werden wir in unserer Funktion als Schulträger sicherlich erwägen, das Projekt auch an den anderen Grundschulen einzurichten“, so Schmidt. Erst einmal ist der „Schulexpress“ jedoch nur für die Anne-Frank-Grundschule geplant, die den Start des Expresses mit einem speziellen Projekttag Anfang Mai vollziehen wird. Finanziell unterstützt und gefördert wird die Initiative „Schulexpress der Anne-Frank-Grundschule“ von der Teltower Wohnungsbaugenossenschaft, der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, der E-on/edis, dem Wichtel-Shop sowie dem Förderverein der Schule.
Weitere allgemeine Informationen zum Projekt gibt es unter www.schulexpress.de

