„Quartier de Teltow“ feierlich in Gonfreville eingeweiht: Teltower Delegation in der Partnerstadt dabei
Aus Anlass der Wiedereröffnung des renovierten und umgestalteten Stadtteils „Teltow“ in Gonfreville l'Orcher hat vom 30. August bis zum 2. September eine Delegation aus Repräsentanten der Stadt Teltow und des Städtepartnerschaftsvereins „Teltow ohne Grenzen“ die französische Partnerstadt am Atlantik besucht. Sie wurde wie immer herzlich vom örtlichen „Comité de jumelage“ empfangen, das ehrenamtlich unter anderem die Städtepartnerschaft zu Teltow mit Leben füllt.
Nachdem im Jahre 1944 alliierte Truppen an den Stränden der Normandie gelandet waren und Europa nach und nach von der Nazi-Diktatur befreiten, bauten amerikanische GI's in Gonfreville für ihre eigene Unterbringung eine Barackensiedlung auf. Diese wurde im Laufe der 1960er Jahre durch ein modernes Stadtviertel ersetzt, welches nach der Partnerstadt „Quartier de Teltow“ benannt wurde. 50 Jahre später nun ist ein weiteres Mal dieser Teil Gonfrevilles, nun Teil des Stadtzentrums, neu gestaltet worden, um den Bedürfnissen einer jungen Stadt weiterhin entsprechen zu können. In Anwesenheit von Gonfrevilles Bürgermeister Jean-Paul Lecoq, Teltows zweiter Bürgermeisterin Beate Rietz und dem Präfekten des Départments Seine-Maritime, Pierre de Bousquet, wurde in festlicher Stimmung der erste Bauabschnitt der Umgestaltung des Gonfreviller Stadtzentrums mit Festreden und einem Empfang für alle Bürger begangen. Unter anderem wurde ein weiteres Jugendzentrum eröffnet, welches das schon jetzt reichhaltige Angebot der Stadt für junge Menschen ausbaut. Im weiteren Verlauf des Besuches wurde der Verein von seinen französischen Freunden durch die nahe gelegene Kleinstadt Honfleur geführt, vorbei am alten Hafenbecken und seinen pitoresken Speicher- und Wohnbauten, durch die engen Gassen der Altstadt bis hin zur ganz aus Holz gefertigten Kirche Sainte-Catherine, die Platz und Ruhe für eine Rast bot. Einer kleinen Tradition folgend, nahm der Verein auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand am lokalen Stadtfest teil und konnte so manchem Interessierten Auskunft über geleistete Arbeit geben, oder sogar Mitgliedschaftsanfragen an das „Comité de jumelage“ weiterleiten. Die Stadt Gonfreville hatte bei der Planung des Stadtfestes ganze Arbeit geleistet, so hat die aus Lille angereiste Band „HK et Les Saltimbanks“ in einem fulminanten Konzert in Kulturzentrum ihr neuestes Album „Les temps modernes“ vorgestellt, während dessen sich sogar Bürgermeister Lecoq zum eifrigen Mittanzen auf der Bühne hinreißen ließ. Im Anschluss wurde ein atemberaubendes und fantasievolles Feuerwerk zu moderner Musik geboten und der Tag klang mit einem weiteren Konzert aus. Am folgenden Sonntag, dem 2. September wurde im Beisein der Bürgermeister Lecoq und Rietz der bei der Befreiung von Nazi-Deutschland gefallenen Soldaten gedacht und Blumen am Mahnmal nahe des Gonfreviller Rathauses niedergelegt. Mit ihrer Reise zum Stadtfest und der Partnerschaftsarbeit über das ganze Jahr hinweg möchte „Teltow ohne Grenzen“ zu einem Klima der Völkerfreundschaft und einem europaweiten Zusammengehörigkeitsgefühl beitragen und freut sich bereits auf den Besuch der französischen Delegation zum Teltower Stadtfest.
Marcel Hein, Verein Teltow ohne Grenzen

