Potenzial Teltowkanal: Nächster Schritt in Richtung Stadthafen getan
Ob Wasserwandern per Ruderboot, Dampferfahrt oder schlicht relaxen am Wasser: Der Teltowkanal mit seinem zu entwickelnden Potenzial bietet sich als Naherholungs- und Ausflugsziel förmlich an. Die Frage, warum Teltow einen Stadthafen braucht, kann daher ganz komprimiert beantwortet werden: Zur Erhöhung der Lebensqualität mittels Wassertourismus, verbunden mit maritimem Gewerbe im Sinne der Altstadtbelebung! Kurz und bündig ausgedrückt ist dies das Kernziel, das die Stadt mit der Planung und Realisierung eines Stadthafens erreichen möchte. Daher wurde mit Zustimmung der Stadtverordneten zum vorliegenden Entwurf des Bebauungsplanes nun ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung getan. „Uns zeigt das Votum der Stadtverordneten, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betonte Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt. „Wir wollen die geplanten Nutzungen in einem Kontext zum Sanierungsgebiet Altstadt und dem Freiraum am Teltowkanal entwickeln. Dazu soll neben der gewerblichen Bestandssicherung vorrangig die Entwicklung maritimer Elemente Berücksichtigung finden.“ Auch müsse der zukünftige Stadthafen, nicht zuletzt wegen der zu beantragenden Fördergelder, ökonomisch sinnvoll betrieben werden.
In den letzten Monaten hatte sich der zur fachlichen Begleitung einberufene Beirat intensiv mit der Entwicklung der Kanalaue im westlichen Bereich befasst. Laut der 1. Beigeordneten Beate Rietz wurden diverse Aspekte, für die sich der Beirat ausgesprochen hatte, in den beschlossenen Entwurf eingearbeitet. Dazu gehört vor allem der zum Teltowkanal parallel verlaufende Geh- und Radweg, eine begleitende öffentliche Grünfläche sowie die Brücke über der Hafeneinfahrt. Außerdem sind östlich des geplanten Hafenbeckens neben einer gastronomischen Einrichtung samt Beherbergungsmöglichkeit Flächen für die Infrastruktur des Hafens vorgesehen, wie beispielsweise ein Hafenmeisterbüro und Sanitärgebäude.
Im nächsten Schritt wird die Stadtverwaltung nun die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes vornehmen und die Träger öffentlicher Belange beteiligen. „Die Herausforderung bei diesem Projekt besteht darin, verschiedene Interessen in Einklang zu bringen“, so Rietz. Da die Stadt nicht Eigentümerin der beplanten Fläche ist, muss neben einigen anderen Beteiligten auch der Eigentümer im wahrsten Sinne des Wortes mit „ins Boot“ genommen werden. Noch in dieser Woche sollen erste Gespräche bezüglich des umfangreichen städtebaulichen Vertrages mit dem Eigentümer geführt werden. Eine weitere Etappe wird dann das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren für den Stadthafen sein. Die derzeitige Zielsetzung geht von einem Baubeginn im Jahre 2014 aus. Einem Sprichwort entsprechend werden dem Vernehmen nach alle an der Realisierung des Projektes Beteiligten das Ruder erst dann niederlegen, wenn das Boot an Land ist!
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