Neue Chance für Teltowerin
Der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten Daniela Stockmann ist erspart geblieben, was anderen ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens jetzt blüht: Die Arbeitslosigkeit aufgrund der Zerschlagung der Drogeriekette. Obwohl sie selbst inzwischen einen Einstieg in ihren Traumjob finden konnte, ist sie bestürzt über die aktuellen Geschehnisse. Denn nicht nur auf Bundes- und Landesebene, sondern nicht zuletzt auch auf kommunaler Ebene berührt das Thema zahlreiche Menschen.
Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske rief jüngst dazu auf, mit gemeinsamem Engagement möglichst viele bisherige Schlecker-Beschäftigte wieder in Arbeit zu bringen. Auch Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt setzte sich intensiv mit dem Thema auseinander. Bereits im Zuge der ersten Schließungswelle besuchte er die beiden Teltower Filialen, um die Mitarbeiter vor Ort zu kontaktieren und Unterstützung im Rahmen seiner Möglichkeiten anzubieten. „Das war das Mindeste, was ich tun konnte“, so Schmidt. Es war aber gerade dieses Gespräch mit dem Bürgermeister, das die ehemalige Schlecker-Beschäftigte und Teltowerin Daniela Stockmann darin bestärkte, sich im städtischen Unternehmen Kindertagesstätten auf die Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme zur Erzieherin zu bewerben. „Als Frau Stockmann äußerte, dass sie sehr gern mit Kindern arbeiten würde, habe ich ihr in unserem Gespräch kurz noch einmal die Möglichkeiten dieses Bildungsweges und eines damit verbundenen Quereinstieges aufgezeigt.“
Ob Wink des Schicksals oder nicht: Erfolgreich durchlief Daniela Stockmann das entsprechende Bewerbungsverfahren und nimmt seither an einer dreijährigen Qualifizierungsmaßnahme teil, deren Praxisteil in einer Teltower Kindertagesstätte absolviert wird. Die Leiterin des Unternehmens Kindertagesstätten Solveig Haller ist sehr zufrieden mit ihrer neuen Mitarbeiterin: „Gerade im pädagogischen Bereich sind die Ansprüche an die Bewerber sehr hoch. Frau Stockmann ist unserer Ansicht nach überaus geeignet“, so Haller. Das sei natürlich nicht zuletzt auch dem eisernen Willen der Mitarbeiterin zu verdanken. Auch Daniela Stockmann ist sehr froh, dass die Stadt die Möglichkeit eines solchen Quereinstiegs bietet. „Das ist für mich eine echte Chance. Solche beruflichen Perspektiven sollten auch in anderen Berufszweigen angeboten werden“, findet sie. Die aktuelle Entwicklung ihres ehemaligen Arbeitgebers geht ihr aber immer noch sehr nahe: „Natürlich stehe ich im Kontakt mit einigen ehemaligen Kolleginnen. Nach über vier Jahren, die ich für Schlecker tätig war, beschäftigt mich das Thema tagtäglich.“ Sie selbst blickt positiv in die Zukunft und will sich nun gänzlich auf ihre neuen beruflichen Möglichkeiten konzentrieren.
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