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Samstag, der 25. Mai 2013
Veröffentlicht am 17.06.12

Gedenken an den Volksaufstand des 17. Juni 1953

Die 1. Beigeordnete Beate Rietz und der SVV-Vorsitzende Berndt Längrich legen den Kranz nieder.

Auch in Teltow ist am Sonntag des niedergeschlagenen DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 gedacht worden. Zum 59. Jahrestag des Arbeiteraufstandes legte die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Rietz (SPD) gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Berndt Längrich (SPD) einen Kranz am Hamburger Platz nieder. Dort erinnert eine Skulptur mit dem Titel «Die Forderung» an den Volksaufstand. Diese ist im vergangenen Jahr in beispielhafter Zusammenarbeit von Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasiums, des Geschichtslehrers Gregor Wilkening,  des Künstlers Torsten Theel und der Stadt Teltow entstanden.

Die Schüler hatten sich im Geschichtsunterricht mit dem Volksaufstand befasst und die Ereignisse auf die lokale Geschichte bezogen. In Teltow war am 17. Juni 1953 ein Streikkomittee nach Potsdam abtransportiert worden. Zur „Freipressung“ der Gefangenen stellten die Arbeiterinnen des Betriebes der politischen Führung ein Ultimatum. Die Männer wurden daraufhin frei gelassen. Dieses Verhalten der werktätigen Frauen interpretierten die Schüler und ihr Lehrer als symbolisch für Stärke durch Zusammenhalt und den gemeinsamen Glauben an die Durchsetzbarkeit von Forderungen zur Überwindung eines Machtapparates. Aus dieser Interpretation heraus entwickelten sie mit dem Künstler und Schmied Torsten Theel verschiedene Entwürfe, über die dann in der Stadtverordnetenversammlung abgestimmt wurde. Die letztlich auf dem Hamburger Platz verankerte Skulptur dient seither als Gedenkstätte.

Berndt Längrich, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, lobte das Schülerprojekt im Zuge der Kranzniederlegung einmal mehr, verdeutlichte aber dennoch, dass es erforderlich sei, den Gedenktag auch weiterhin bekannt zu machen. "Es ist wichtig, dass dieses Thema zum festen Bestandteil des schulischen Geschichtsunterrichts wird. Die Jugendlichen wissen heutzutage viel zu wenig darüber. Daher sollten sie sich umfassend mit der Historie auseinandersetzen - genau wie die sieben Schüler aus Teltow", empfiehlt Längrich.

Auch der Künstler Thorsten Theel erinnert sich nur zu gerne an das Projekt und die Zusammenarbeit mit den Zehntklässlern zurück: "Ich komme oft hierher, weil mir die Skulptur viel bedeutet. Die Zusammenarbeit mit Gregor Wilkening und den Jugendlichen war einzigartig.  Wie ausdauernd sich diese mit der Geschichte befasst haben, beeindruckt mich bis heute."

AN


Kategorie: Aktuell, Presse