Offene Höfe: Altstadtbewohner öffneten ihre Tore für Jedermann
Unter dem Motto „Handwerk erleben – Tradition bewahren“ fand am 26.08.2012 der beliebte Teltower Tag der offenen Höfe in Verbindung mit dem Kreiskirchenfest Teltow-Zehlendorf statt. Bereits das siebte Mal ließen die Bewohner der Altstadt einen sehr privaten und sonst eher verborgenen Blick zu: den direkten Blick in ihre Höfe, von denen jeder einzelne einen ganz besonderen Charme versprüht. Ob kleiner geheimnisvoll verwunschener Hofgarten oder opulenter Vierseithof mit historischem Flair – der Besucher erlebte die Stadt Teltow einmal mehr von einer ihrer schönsten Seiten. Und weil dieser Umstand inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, verwunderte es wohl niemanden, dass die Altstadt bereits um 11 Uhr zum Open-Air-Gottesdienst des Kirchenkreises mehr als gut besucht war. Nach der sich anschließenden offiziellen Eröffnung von Altstadt-Bewohnerin und Hauptorganisatorin Sybille Gerhardt sowie Bürgermeister Thomas Schmidt konnten die Besucher auf ihrem Spaziergang durch die Altstadt die charakteristische und architektonische Symbiose aus alt und neu entdecken.
Historisch wertvoll und bewundernswert waren aber nicht nur die einzelnen Höfe, sondern auch die Straßen und Wege ringsherum. Dort übte das traditionelle Handwerk eine altersübergreifende Faszination aus, die sowohl Kinder als auch Erwachsene in ihren Bann zog. Vertretern alter Handwerksberufe wie dem Schmiede- oder Böttcher-Handwerk konnte dabei über die Schulter geschaut werden. Diese Vorführungen konnten dem Betrachter laut Bürgermeister Thomas Schmidt bereits einen ersten Vorgeschmack auf das in drei Jahren bevorstehende 750-jährige Stadtjubiläum bieten. „Gerade im Jahr 2015 wird es darauf ankommen, unter anderem auch die Altstadtbewohner in die Vorbereitungsprozesse einzubeziehen, da vom ursprünglichen Teltow heute eigentlich nur noch der Altstadtkern erhalten geblieben ist. Unser städtisches Herzstück gilt es also besonders hervorzuheben", so Schmidt. Umso wichtiger sei es, den höchst populären Tag der offenen Höfe, inzwischen fester Bestandteil des städtischen Veranstaltungskalenders, auch weiterhin gemeinsam zu organisieren.
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