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Mittwoch, der 19. Juni 2013
Veröffentlicht am 25.06.12

Deutscher Wandertag: Wanderregion Teltow – ein Resümee

Grenzwanderung zwischen Berlin und Kleinmachnow

Norwegische Holzkirche des Südwestkirchhofs

Ebenso durchwachsen wie das Wetter waren zwar auch die Teilnehmerzahlen der in der Region Teltow geführten Wanderungen zum 112. Deutschen Wandertag. Der Euphorie  der Wanderlustigen tat dies jedoch keinen Abbruch. 15 Ausflügler beispielsweise nahmen an der ersten Grenzwanderung auf dem Mauerstreifen zwischen Berlin und Kleinmachnow teil, 48 an der zweiten und sogar 60 Teilnehmer erfreuten sich an der Route der Wanderung „Der Teltow – Natur, Kultur und Architektur“. Neben der abwechslungsreichen Landschaft war das historische Spannungsfeld des Grenzgebietes zwischen der ehemaligen DDR und West-Berlin das Thema, das nahezu die Gespräche aller Wanderungen dominierte. Laut Luise Rüger, Mitarbeiterin der Tourist Information Teltow, handelte es sich bei den Teilnehmern um „bunt zusammengewürfelte“ Gruppen aus verschiedenen Regionen Deutschlands, aber auch Teltower und Berliner Wanderfreunde habe sie entdecken können. „Gerade diese Mischung gestaltete den Austausch untereinander sehr lebendig. Jeder konnte die Historie aus seiner Sicht wiedergeben und so wurden auf der Wegstrecke sehr spannende Geschichten aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.“

Neben den regional übergreifenden Wanderrouten gab es in Stahnsdorf darüber hinaus Führungen zu verschiedenen Themen über den Südwestkirchhof. Auf einer kunst- und kulturhistorischen Zeitreise konnten die durchschnittlich 30 Teilnehmer Gartenkunst und Bestattungskultur aus zwei Jahrhunderten erleben und die Gräber berühmter Persönlichkeiten besichtigen.

Mit einem klassischen Konzert in der norwegischen Holzkirche des Südwestkirchhofs fand der 112. Deutsche Wandertag, der erstmalig im Land Brandenburg stattfand, dann auch in der Region Teltow seinen krönenden Abschluss. Für den Wanderwegewart der Region Prof. Dr. Wolfgang Hirte und Bürgermeister Thomas Schmidt die Gelegenheit, allen Wanderleitern und Unterstützern für ihr Engagement zu danken: „Es braucht immer motivierte Menschen, die Spaß daran haben, ihre eigene Naturverbundenheit und das damit einhergehende geschichtliche Hintergrundwissen mit anderen zu teilen. Das ist den Wanderleitern absolut gelungen“, so Schmidt. Für  Prof. Dr. Hirte steht fest, dass die Beteiligung am Wandertag der richtige Weg war, um zu zeigen, dass auch die Region Teltow ein gutes Wanderwegenetz besitzt. „Ich erhoffe mir, dass das nun eine Art Impulswirkung nach sich zieht, denn wir müssen uns auch zukünftig darum kümmern, dieses regionale Netz nicht nur zu optimieren, sondern auch zu erweitern.“ Diesen Gedanken aufgreifend denkt die Tourist Information Teltow nun darüber nach, zukünftig selbst Wanderungen anzubieten: "Wir machen uns derzeit Gedanken darüber, wie wir das - zumindest einmal monatlich in der Sommersaison - realisieren können", so Richard Kühne, Mitarbeiter der Tourist Information. Wanderfreunde gibt es schließlich genug, wie der Wandertag deutlich gezeigt hat.

AN


Kategorie: Aktuell, Presse