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Freitag, der 24. Mai 2013
Veröffentlicht am 04.10.12

Achtung Wild! – Erhöhte Unfallgefahr auf märkischen Straßen

Besondere Vorsicht sollten Kraftfahrer in den kommenden Wochen bei ihrer Fahrt durch Wälder und zwischen Feldern walten lassen. In den Monaten Oktober und November haben Damwild und Schwarzwild ihre Brunftzeit und sind daher besonders aktiv. Vor allem in der herbstlichen Dämmerung morgens und abends sind die Tiere nicht nur zur Futtersuche, sondern auch „auf Freiersfüßen“ unterwegs. Bekanntlich kennen Wildtiere keine Verkehrsregeln sondern nehmen Straßen vor allem als Störfaktoren bei der Bewegung von Deckung zu Deckung in Wald und Flur wahr. Für Auto- und Motorradfahrer ergibt sich daraus ein erhöhtes Risiko, unvermittelt über die Fahrbahnen wechselnden Tieren zu begegnen. Kollisionen zu verhindern erfordert dann vorausschauende Fahrweise und besonnenes Reagieren am Steuer.

Mehr als elftausend Wildunfälle wurden der Polizei in diesem Jahr bereits gemeldet. Von Hase bis Elch waren alle Größenordnungen von Wildtieren vertreten. Bei etwa 100 dieser Kollisionen wurden Verkehrsteilnehmer verletzt. Als bisher einziges Todesopfer verstarb Anfang August im Landkreis Uckermark ein 65-Jähriger Kradfahrer an den Folgen eines Wildunfalls. Außer bei der Zahl der tödlich Verletzten (im Zeitraum Januar bis September 2011 gab es vier) ist sowohl bei der Gesamtzahl der Wildunfälle als auch bei denen mit Personenschäden ein leichter Zuwachs zu erkennen. Jüngstes Beispiel ist der schwere Unfall eines Motorradfahrers am Sonntag, dem 30. September im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Der 54-Jährige war in der Mittagszeit auf einer Landstraße mit einem Reh kollidiert und musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Zur Vermeidung von Wildunfällen empfiehlt die Polizei Kraftfahrern:

  • Lassen Sie nachts und in der Dämmerung bei der Fahrt durch Waldgebiete erhöhte Aufmerksamkeit walten, beobachten Sie aufmerksam die Fahrbahnränder und vermindern Sie Ihre Fahrgeschwindigkeit !
  • Bremsen Sie beim Auftauchen von Wild kräftig ab!
  • Hupen und Abblenden der Scheinwerfer können den Wildtieren das Weglaufen ermöglichen!
  • Vermeiden Sie Ausweichmanöver! Diese führen oft zu weit höheren Schäden als eine Kollision mit dem Tier zur Folge gehabt hätte.
  • Achten Sie auf eventuell nachfolgendes weiteres Wild!

Sollte es zu einem Unfall gekommen sein, benachrichtigen Sie die Polizei und sichern Sie die Unfallstelle. Unterlassen Sie die eigenmächtige Suche nach verschwundenem Wild. Das Mitnehmen verendeter Tiere wird als Wilderei strafrechtlich verfolgt.

Die Polizei des Landes Brandenburg wünscht allen Verkehrsteilnehmern eine unfallfreie Fahrt!

Polizeipräsidium des Landes Brandenburg


Kategorie: Aktuell