Vorreiter
war Kleinmachnow. Vom dortigen Verein „Echo“ kam die Idee, einen
speziellen Kinderstadtplan zu entwickeln, der den kleinen Nutzern zeigt, wo sie
Sport- und Spielplätze finden, aber auch die Lage gefährlicher oder unangenehmer
Orte markiert. Dieser Plan wurde von Kindern für Kinder gestaltet und kann seit Mai
2003 käuflich erworben werden. Weil das Projekt gut ankam, griffen Stahnsdorf und
Teltow die Idee auf und gingen daran, auch für ihre Kommunen einen solchen
Kinderstadtplan entwickeln zu lassen. Schirmherren in beiden Fällen: die Bürgermeister.
In Teltow beteiligten sich der Hort der Grundschule II und der Hort in Ruhlsdorf an
dem Vorhaben. Deren Kinder kundschafteten jeweils ein Stück von Teltow aus und
brachten ihre Ergebnisse mit Buntstift und Tusche zu Papier.
Das dritte und letzte Teilstück - von der Oderstraße bis zum Ruhlsdorfer Platz -
nahm sich eine Gruppe aus der MädchenZukunftsWerkstatt vor. Nach anfänglichem
Enthusiasmus schrumpfte diese jedoch auf drei Mitglieder zusammen. Unter Anleitung
von Sabrina Wittig, die in der Einrichtung ein soziales Jahr absolviert, zeichneten
Pia (12), Mandy (10) und Christin (17) eifrig ihre Sicht von dem Stadtgebiet auf.
Vorher hatten sie sich mit Fotoapparat und Diktiergerät auf den Weg gemacht, um
dieses Stück Teltow zu erforschen und einzuordnen. So zählen sie die Wege am
Teltowkanal entlang zu den „geheimen Orten“, weil es dort so ruhig ist und man
sich gut verstecken kann. Einen „gefährlichen Ort“ registrierten sie direkt vor
der Haustür der Mädchenzukunftswerkstatt in der Oderstraße, weil man dort als
Fußgänger nur schwer auf die andere Straßenseite gelangen kann. Ihr Kommentar:
„Hier brauchen wir einen Zebrastreifen!“ Für die Jugendeinrichtungen (Jugendhaus
Schiffer, JTT und MZW) sowie für Sehenswürdigkeiten in der Altstadt fanden sie beim
Gestalten ihres Stadtplanstücks lustige Symbole. Viele Stunden Arbeit haben die Drei
investiert und auf das Ergebnis dürfen sie zu Recht stolz sein.
Ende April 2004 lud das Team Vertreter der Stadt ein, um ihnen ihren Stadtplanteil
vorzustellen. Dabei nutzten sie die Möglichkeit vorzutragen, was ihrer Meinung nach
noch fehlt, damit sich die Kinder in der Stadt so richtig wohlfühlen können.
Mehr Spielplätze, eine Go-Cart-Bahn, Wände für Grafitti, so lauteten die Wünsche.
Da nun alle drei Teile des Kinderstadtplans gestaltet sind, kann begonnen werden,
sie zu einem Plan zusammenzufügen. Doch dies wird noch einiges an Arbeit erfordern.
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