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Donnerstag, der 17. Mai 2012

Stadtrecht und erste urkundliche Erwähnung

Die Stadt Teltow bekam am 06. April 1265 von dem askanischen Markgrafen Otto III. die gleichen Rechte wie die Städte Brandenburg, Berlin und Spandau verliehen.
Dies bedeutete gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung der Stadt.
In der Folgezeit entwickelte sich Teltow zu einer ausgesprochenen Ackerbürgerstadt.

Bild - Lageplan um 1800
Lageplan um 1800

1300 bis 1500

Neben bäuerlicher und gärtnerischer Produktion erwarben  die Bürger durch handwerkliche Gewerbe ihren Unterhalt.
1375 fand die Stadt im Landbuch Kaiser Karls IV. als Mediatstadt Erwähnung. Es gab 3 Windmühlen und eine Wassermühle. Zudem war in der Stadt die Kirch-, Ritter-, Quer-, Linden-, Grün-, Gärtner-, Mittel- und Machnowsche Straße vorhanden, ferner die Seegasse, den Markt und die Sandgasse. Etwa 800 Personen lebten in 119 Familien. Die Haupterwerbsquellen waren der Ackerbau, die Viehzucht, das Brauen, die Brennerei und verschiedene Handwerke.
Für eine gewisse Wohlhabenheit spricht aber das Wirken eines „Kalands“, eine seit dem 13. Jahrhundert bestehende Bruderschaft. Der Kalandsgesellschaft gehörten Männer und Frauen an. Sie kamen am ersten Tag des Monats zusammen, hielten gemeinsame Andachten ab und widmeten sich sozialen Aufgaben. Hans von Berne wurde 1438 als Lehnrichter in den Kaland aufgenommen. 1468 kam Teltow unter die Lehensherrschaft der Familie von Schwanebeck.
Zu den bereits vorhandenen Gewerken der Bäcker, Schlächter, Schneider und Schuhmacher entstanden unter Kurfürst Joachim II. die Zünfte der Schmiede, Garnweber, Tischler, Zimmerer, Maurer und Drechsler.

Foto - Teltow: Berliner Straße Nr. 16: Ornament der Ackergilde, Bild von Stürzebecher 1955
Innungszeichen der Ackerbürgergilde - SLG Lehnhardt

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1500 bis 1800

Teltow gehörte zu jener Zeit dem Bischof von Brandenburg. Mit dem Übertritt des Bischofs Matthias von Jagow und des Lehnrichters Joachim von Schwanebeck zum Luthertum endete am 31. Oktober 1539 der Kaland. 1571 ging die Stadtherrschaft nach der Reformation wieder an den Kurfürsten zurück. Zur gleichen Zeit wurde die Stadt der Verwaltung des Domänenamtes Ziesar mit Sitz in der Burg Ziesar unterstellt.
Durch verheerende Stadtbrände in den Jahren 1520, 1573, 1612, 1643, 1672, 1711 und 1801 wurde die Stadt mehrmals fast gänzlich vernichtet.
Die Pest wütete 1566 in Teltow, später forderte die Seuche nochmals in den Jahren 1612, 1626, 1631 und 1638 ihre Opfer.
Plünderungen während des 30jährigen Krieges werden für die Jahre 1631, 1634, 1637 und 1640 überliefert. Als Folge des Krieges war Teltow 1652 entvölkert und zählte nur noch 27 Hufner und 39 Gärtner.
Die Stadt war von Doppelwällen umgeben, die mit Eichen bepflanzt waren. Im Osten wurden die Wälle durch das Berliner Tor und im Westen durch das Machnower Tor (später Potsdamer Tor) durchbrochen. An der Handelsstraße Wittenberg-Saarmund-Berlin-Cöln dienten diese Tore der Kontrolle des Verkehrs und wurden erst 1816 beseitigt.
Nach dem großen Brand von 1711 entdeckten die Teltower Ackerbürger eine Möglichkeit, sich bescheidenen Wohlstand zu schaffen. Es begann der Anbau des „Teltower Rübchens“ in großem Umfang.
Eine Legende berichtet über das Eindringen einer Schweineherde, die einem Amtmann gehörte, in das Rübchenfeld eines Bauern. Daraus entwickelte sich ein so  großer Streit, dass er vor den König gebracht wurde.

Bild - Zeichnung von Theodor Hosemann
Zeichnung von Theodor Hosemann

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1800 bis 1900

Bis 1808 die Stein-Hardenbergschen Reformen eine neue Städteordnung mit sich brachten, wurde die Entwicklung der Stadt Teltow weitestgehend von den Familien von Schwanebeck und von Wilmersdorf bestimmt.
Ein weiterer verheerender Einschnitt in die Entwicklung der Stadt erfolgte am 17. August 1801. In der Ritterstraße brach ein Feuer aus, welches innerhalb von wenigen Stunden den überwiegenden Teil der Häuser vernichtete oder schwer beschädigte. Dennoch konnte am 13. September 1812 die wieder aufgebaute Andreaskirche ihre Einweihung feiern.
Ab dem Jahre 1813 konnten die Teltower Bürger über einen frei gewählten Magistrat ihre Geschicke selbst bestimmen.
1815 wurde Teltow Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises Teltow. Dazu wurde 1819 das Landratsamt in der Ritterstraße eingerichtet.
1827 wurde das Stadtgericht zum Königlichen Stadtgericht mit weit reichenden Vollmachten erhoben.
Außerhalb der Stadt entstand 1856 das Gut Seehof. Zwischen 1872 und 1890 wurden am Ufer des Teltower Sees große Villen und ein Kurhaus errichtet. Es entstand zudem eine Badeanstalt.
Zum Bedauern der Teltower Bürger wurde im Jahre 1870 das Landratsamt von Teltow nach Berlin verlegt.
Trotzdem ging der Aufschwung in der Stadt weiter. Sie vergrößerte sich und erhielt moderne Verkehrsanbindungen. 1888 wurde die Dampfstraßenbahn von Groß-Lichterfelde nach Teltow eröffnet.

Foto - Ruhlsdorfer Platz: "Weißer Schwan" Rohwanscher Dampftriebwagen, Teltow um 1900
Archiv Heimatverein Teltow

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Anfang 20. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg

Die Anbindung der Stadt an die Anhalter Bahn erfolgte im Jahre 1901 mit der Eröffnung des Bahnhofs Teltow.
Im gleichem Jahr wurde das Magdalenenstift, das heutige Diakonissenhaus, an der Lichterfelder Straße gegründet.
Der Teltowkanal wurde sodann in den Jahren 1901 bis 1906 gebaut. Damit erhielt Teltow den Anschluss an die märkischen Wasserstraßen. Die Stadt Teltow ehrte den Landrat Ernst von Stubenrauch durch ein Denkmal und die Ehrenbürgerschaft.
Der Schönower- und der Teltower See sowie der Bäckefließ fielen dem Teltowkanalbau zum Opfer.

Foto - Marktplatz: Denkmal, Teltow 1930
Sammlung Harry Gohl

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1913 und 1927

Innerhalb der Stadt wurden 1913 ein Denkmal für die Gefallenen Teltower im Zuge der Befreiungskriege 1813 und 1927 ein Ehrehain für 155 Opfer des Ersten Weltkrieges eingeweiht.

Bahnhof - Mahlower Straße, Richtung Teltow, Teltow 1914
Foto Otto Semmler, Sammlung Heimatverein Teltow
Zickenplatz: Kriegerdenkmal, rechts die Ritterstraße 1 ab Nr. 1, Teltow 1914
Foto Otto Semmler, Sammlung Heimatverein Teltow
Postkarte: 8,8 x 13,8 Kriegerhain am Schützenplatz, Teltow 1934
Sammlung Harry Gohl

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1. Hälfte des 20. Jahrhunderts - Industriezeitalter

Das Industriezeitalter des Ackerbürgerstädtchens begann.
1909 entstand der Teltower Hafen mit Gleisanschluss.
1907 wurde das Schifferkinderheim als Schule und Internat für die Kinder der Binnenschiffer eröffnet.
Außerhalb der Stadt, am Großbeerener Weg, wurde 1911 ein Flugfeld als Versuchsflugplatz angelegt. Es fanden erste Übungsflüge zwischen Teltow und Johannisthal statt.
Bereits während des Teltowkanalbaus siedelte sich 1904 eine Porzellanfabrik in Teltow an. Ihr folgten 1910 die Deutschen Asbestwerke, 1911 die Biomalzfabrik, 1913 die Seifen- und Parfümerie-Fabrik Gustav Lohse, 1920 die Maschinenbau AG Curt von Grueber und 1927 das Bitumus-Kaltasphaltwerk sowie das Bitumus-Kaltasphaltwerk. Bitumus-  Kaltasphaltwerk.

Porzellanfabrik - Archiv Heimatverein Teltow
Biomalzfabrik - Sammlung Harry Gohl
Asbestwerk - Sammlung Harry Gohl
Parfümfabrik - Sammlung Harry Gohl

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Bis 1945 - Siedlungserweiterung und 2. Weltkrieg

1928 entstand der Betrieb Elektromechanik List.
Um den alten Stadtkern entstanden weitläufige Siedlungen: im Osten Eigene Scholle, Sigridshorst, Seehof, Städtische Siedlung und die Brenninkmeyersiedlung für kinderreiche Familien; im Süden die Flugplatzsiedlung (Musikerviertel), die Oberreichsiedlung, Märkische Heimstätte, Gewoba, die Siedlungen Selbsthilfe, Mithilfe, Teltow-Süd und im Westen die Toepfersche Siedlung und Teltow-West.   
Während des Zweiten Weltkrieges begannen im Jahre 1943 Bombardierungen auf große Teile der Stadt, die erheblichen Zerstörungen zur Folge hatten. Bis 1945 erlitten hunderte Teltower durch Kriegseinwirkung den Tod oder schwere Verletzungen.
Am 24. April 1945 überquerten Truppen der Roten Armee den Teltowkanal und beendeten die nationalsozialistische Herrschaft in Teltow.


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Nach 1945 - Neuaufbau

Ein schwerer Neuanfang begann.
Teltow konnte mittlerweile rund 10 000 Einwohner aufweisen. Dazu kamen etwa 3 000 Flüchtlinge und Vertriebene, die sich in der Stadt aufhielten. Die vordringlichste Aufgabe bestand in der Versorgung der Menschen mit Nahrung und Unterkunft. Durch die Befehlshaber der Roten Armee wurden deutsche Kommunisten und Antifaschisten mit der

Postkarte: Flugplatz Nähe Bahnhof Teltow, Teltow 1914
Archiv Heimatverein Teltow

Wiederherstellung eines einigermaßen normalen Lebens betraut. Danach erfolgte der Wiederaufbau der Industrie. Die von den sich zurückziehenden deutschen Einheiten zerstörten Teltowkanalbrücken wurden wieder Instand gesetzt. Verkehrsverbindungen, wie die Eisenbahn und die Straßenbahn wurden wieder nutzbar gemacht.
Bis in die 1950er Jahre litt die Teltower Bevölkerung unter den Folgen des Krieges.
Nachdem unter großen Entbehrungen wieder Grundlagen für einen Neuaufbau geschaffen waren, konnte sich Teltow erneut industriell und landwirtschaftlich entwickeln.
Die vorhandenen Industrieanlagen konzentrierten sich auf die Entwicklung der Elektro- und Elektronikindustrie.
Durch eine Verwaltungsreform im Jahre 1952 in der ehemaligen DDR wurde der Kreis Teltow aufgelöst und die Stadt Teltow dem Landkreis Potsdam-Land zugeordnet.
1953 wurde das ehemalige DRALOWID-Werk in VEB Elektronische Bauelemente für die Funk- und Fernsehtechnik umbenannt.
1954 erhielt das Mechanik-Askania-Werk den Namen VEB Geräte- und Reglerwerk Teltow.


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Ab 1960 - neue Formen der Landwirtschaft

Auf dem Gebiet der Landwirtschaft wurde neben dem Vorhandensein einer Vielzahl von Einzelerzeugern 1959 die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft „Immergrün“ für den Anbau von Obst und Gemüse gegründet.
Mit der Gründung des Instituts für Faserstoff-Forschung im Jahre 1949 wurde eines der ältesten wissenschaftlichen Institute der DDR ins Leben gerufen und Teltow-Seehof wurde Forschungsstandort.
Als am 13. August 1961 die Berliner Mauer errichtet wurde, brachte das für Teltow, als unmittelbar an der Grenze liegenden Stadt, auch einschneidende Veränderungen mit sich -
alleine beispielsweise die Umstellung auf neue Verkehrswege, die nicht mehr durch Westberlin führen konnten.
Durch die Entwicklung von Industrie und Landwirtschaft entstanden der Stadt Probleme hinsichtlich der Beschaffung von Wohnraum. In den Betrieben der Elektroindustrie waren mittlerweile insgesamt 20 000 Menschen beschäftigt, die zum größten Teil Pendler waren.
Der Wohnungsbau nahm in der weiteren Entwicklung der Stadt einen großen Raum ein.

Neue Wohnstadt: Baustelle Block 8, Teltow 1959
Foto - TWG eG
Grundsteinlegung: "Neue Wohnstadt", dahinter "Bethesda", rechts Kindergarten, Teltow 1960
Foto - TWG eG

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1970 bis 1994 - Wohnungsbau, Wende und neues Gewerbegebiet

In unmittelbarer Nähe der  inzwischen zu Großbetrieben erwachsenen Industrieansiedlungen wurde ab dem Jahre 1970 ein Wohngebiet mit entsprechenden Nachfolgeeinrichtungen errichtet.
 Daneben bestand die Möglichkeit, auf noch bebaubaren Flächen individuell Eigenheime zu errichten. Als Abschluss eines Wohnungsbauprogramms wurde 1987 der Grundstein für ein Wohngebiet am Ruhlsdorfer Platz gelegt.
Am 9. November 1989 erfolgte die Öffnung der Staatsgrenze der ehemaligen DDR zu Westberlin. Der erste offizielle Grenzübergang wurde in Teltow am Ende der Lichterfelder Allee nach Lichterfelde hergestellt.
Mit dem politischen und Wirtschaftlichen Zusammenbruch der DDR stand die Stadt vor vollkommen neuen Aufgaben für die Schaffung neuer politischer Strukturen und wirtschaftlichen Handelns. Die Schwerpunktbetriebe der Elektronik erwiesen sich als veraltet und nicht marktfähig.
Auf dem Gebiet der ehemaligen Großbetriebe zwischen Potsdamer Straße und Oderstraße wurde zwischen 1991 und 1994 das größte innerstädtische Gewerbegebiet Brandenburgs geschaffen. Andere Betriebe verschwanden vom Markt oder wurden unter vollkommen veränderten  Verhältnissen weitergeführt. Allmählich wandelte sich die Infrastruktur der Stadt Teltow wesentlich. Von Vorteil war hierbei insbesondere die Randlage zu Berlin.

Luftbild Technologiezentrum Teltow

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1994 bis Heute - Sanierung Altstadt, Ortsteil Ruhlsdorf, S-Bahnverbindung

Erstmalig mit dem Ende des Krieges wurden Überlegungen zur Erhaltung der Altstadt angestellt. Durch subventionierte Wohnungsbauten konnte die Wohnungsnot beseitigt werden und die Basis für eine Zunahme der Bevölkerungszahl war gegeben.
Im Jahre 1994 wurde dann die Gemeinde Ruhlsdorf durch Bürgerentscheid zum Ortsteil der Stadt Teltow.
Im Jahre 1999 zählte die Stadt Teltow knapp 16 500 Einwohner. Zum Zweck der Entwicklung von Verkehr, Stadtentwicklung und Umweltangelegenheiten wurde die „Lokale Agenda 21“ gegründet. Gleichzeitig erfolgte auch die Gründung des „Fördervereins für das Teltower Rübchen“, der sich bis heute für die Neubelebung des Anbaus und der Vermarktung sowie der Aufklärung der Echtheit dieser beliebten Saisonfrucht einsetzt.
Durch die intensive Förderung vorhandener Vereine und die Gründung neuer Interessengemeinschaften, wie beispielweise des Vereins „Teltow ohne Grenzen“, der sich für die Unterhaltung der Beziehungen zu den Partnerstädten der Stadt einsetzt, wurde das kulturelle und sportliche Leben auf ein hohes Niveau gebracht.
Die Nähe zur Bundeshauptstadt bewirkte, dass namhafte Unternehmen ihren Sitz bzw. Vertretungen in Teltow errichteten.
Auch Einrichtungen des Landes Brandenburg, wie zum Beispiel die AOK, ließen sich in Teltow nieder.
Ein entscheidender Schritt zur engeren Verbindung zwischen der Stadt Teltow und der Hauptstadt Berlin wurde mit der Eröffnung der S-Bahn-Strecke zwischen Teltow und Lichterfelde-Süd im Jahre 2005 getan.

Erste S 25 ab S-Bahnhof Teltow-Stadt - Foto: Harry Gohl

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Wappengeschichte

Siegel bis 1937

Die heutige Wappensymbolik der Stadt Teltow, den brandenburgischen Adlerschild, zeigt bereits das älteste überlieferte Stadtsiegel an einer Urkunde im Geheimen Staatsarchiv zu Berlin aus dem Jahre 1289. Auch im Brandenburgischen Landeshauptarchiv lässt sich dieses Siegelbild an einer Urkunde der Spandauer Rolandsbrüder vom Jahre 1337 nachweisen.

Über Jahrhunderte bleibt dieses Siegelbild dann konstant. Noch im Jahre 1724 erscheint der Adlerschild in einem im Brandenburgischen Landeshauptarchiv vorhandenen Lacksiegel.

Erstmalig wird 1791 ein anderes Siegelbild mit einem fliegenden, gekrönten Adler, der rechts ein Schwert und links eine Waage in den Fängen hält, durch Bürgermeister und Ratmänner verwendet, das wahrscheinlich von einem Gerichtssiegel übernommen wurde.

Schließlich taucht 1814 als Siegel- und Wappenbild eine rote Burg mit drei offenen Toren auf, in deren Mitteltor eine goldene Königskrone schwebt.

Dank der Bemühungen des Bürgermeisters Paleske und der Beratung durch den Berliner Heraldiker A. M. Hildebrandt besinnt sich die Stadt Teltow auf das alte Stadtsiegel mit dem brandenburgischen Adlerschild und nimmt dieses 1912 als neues Stadtwappen an.

Damals erhob sich über dem Wappen noch eine dreitürmige  Mauerkrone, die jedoch als Relikt der heraldischen Verfallszeit des 19. Jahrhundert im Jahre 1994 abgeschafft wurde.

Die derzeitige Form des Wappens der Stadt Teltow wird wie folgt blasoniert (beschrieben):

In Rot zwischen zwei silbernen Eichenzweigen mit je zwei Blättern und fünf Früchten und überhöht von einem mehrstrahligen silbernen Stern ein silberner Dreiecksschild mit einem goldbewehrten roten Adler.