Wandern und Radeln auf ehemaliger Industrietrasse?

Perspektivisch sollen Radfahrer und Jogger Teltow auf der ehemaligen Industrietrasse umrunden können. Die Mittel, um das Vorhaben zu planen, wurden in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung freigegeben.

Die Industrietrasse, die vom Regionalbahnhof Teltow bis zur Iserstraße führt, soll mit Leben erfüllt werden und in Zukunft der Naherholung dienen. Das haben die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, vorbereitende Planungen hierfür in die Wege zu leiten. Diese sollen einen Realisierungsablauf und die zu erwartenden Kosten enthalten und im Oktober 2017 vorliegen.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt die Flächen der Industriebahn mit Ober- und Unterbau gemeinsam mit einem Partner in einem Bieterverfahren erstanden. Derzeit werden die Reste des Oberbaus – Gleise, Schwellen, Schotter und alte Signaltechnik – verwertet. Nach Beendigung der Arbeiten steht der Stadt dann die freie Fläche zur Verfügung. Im ersten Schritt soll der Abschnitt von der Ruhlsdorfer Straße bis zur Flugplatzstraße betrachtet werden. „Die Umgestaltung der Trasse zum Rad- und Wanderweg würde sowohl eine Verbesserung der Freizeit- und Bewegungsangebote als auch eine Erweiterung der städtischen Naherholungsangebote bedeuten. Der Bereich zwischen Flugplatz- und Iserstraße bietet sich als naturbelassene, idyllische Wegstrecke für Wanderer, Radfahrer oder Jogger gleichermaßen an", so die Einschätzung von Bürgermeister Thomas Schmidt. In mehreren Studien und Konzepten wurde bereits von einem Schnellradweg – einem Teltow umfassenden Wander- und Radweg – gesprochen. Es bestehe nämlich die Chance, diesen zu einem Rundwanderweg mit der Kanalaue und dem Radweg auf dem Grenzstreifen zusammenzuführen.

Da die Schaffung eines solchen Rad- und Wanderweges mit Kosten verbunden ist, sollen die dafür notwendigen Gelder mit dem Haushalt 2018 bereitgestellt werden. Mit der Realisierung des Projektes könnte somit im kommenden Jahr begonnen werden. Die Mittel für die Planung hingegen sind sofort verfügbar und belaufen sich auf 8.000 Euro.

Bei der Trasse, die auch heute noch erkennbar ist, handelt es sich um die Linienführung der alten Industriebahn. Die Züge, die dort einst verkehrten, dienten seinerzeit der inneren Erschließung der dort ansässigen Unternehmen. Vom Fertigprodukt bis zur Kohlebelieferung – vieles wurde per Bahn transportiert. Schlüsselstelle war dabei der jetzige Regionalbahnhof, an dem die Ware ankam. Von dort aus wurde sie dann verteilt.

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