Teltow bildet Präventionsrat

In ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Stadtverordneten die Bildung eines Sicherheitsgremiums. Dieses soll sich in Kürze konstituieren.

Teltow soll sicherer werden: Vertreter von Polizei, Stadtverwaltung, Stadtverordnetenversammlung sowie der Einwohnerschaft werden sich bald regelmäßig an einem Tisch versammeln, um diesem Ziel näher zu kommen. Denn: Die Bildung eines Präventionsrates, dessen Vorsitz der Bürgermeister führen wird, ist jetzt beschlossene Sache. Grund für das neue kommunale Gremium ist unter anderem die polizeiliche Kriminalstatistik 2016, nach der etwa die Wohnungseinbrüche in Teltow um 69 Prozent gestiegen waren. Auf diese niederschmetternde Botschaft hatte die Stadt Teltow bereits im Sommer reagiert und gemeinsam mit der Polizei des Landes Brandenburg den „Teltower Sicherheitstag“ organisiert. Der fand bei der Bevölkerung nicht nur großen Anklang, sondern verfestigte auch den Entschluss, ein dauerhaftes Netzwerk relevanter Akteure auf lokaler Ebene zu installieren. „Ziel ist die kontinuierliche Erarbeitung und Bekanntmachung von Maßnahmen zur Kriminalitätsverhütung“, wie Bürgermeister Thomas Schmidt erklärte. Welche Aufgaben konkret auf den Präventionsrat zukommen werden, mache sich zum einen an aktuellen sicherheitsrelevanten Themen und zum anderen an der polizeilichen Kriminalstatistik fest. Bevor aber erste Themen bearbeitet werden können, wird sich der Präventionsrat im nächsten Step erst einmal konstituieren – die künftigen Mitglieder müssen berufen werden. Im Zuge dessen werden dann auch weitere Einzelheiten zur Arbeitsweise des Gremiums festgelegt.

Dass die Bekämpfung von Straftaten eine gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist, hatte das Innenministerium des Landes Brandenburg bereits 1992 festgestellt und die Aktion „Kommunale Kriminalitätsverhütung“ (KKV) ins Leben gerufen. Mit dem Eckpunktpapier des Ministeriums des Innern und für Kommunales vom 01. Juni 2017 wurde die KKV fortgeschrieben und in „Kommunale Kriminalprävention“ (KKP) umbenannt. Das Eckpunktpapier beschreibt: „Die Kommunale Kriminalprävention als Präventionsstrategie im örtlichen Bereich umfasst die gemeinsamen Aktivitäten verschiedener staatlicher und nicht staatlicher Akteure sowie der Einwohnerschaft, auf lokaler Ebene Kriminalität und Kriminalitätsfurcht zu reduzieren.“

Suchen & Finden
Suchen:  
Kontakt Öffnungszeiten News RSS Feed
Schriftgrösse + -
Kontrast