Sommerfest & Spendenaufruf: Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sammelten für Hinterbliebene

Als Retter gekommen – als Engel gegangen: Die Einsatzkräfte nutzten das diesjährige Teltower Sommerfest, um an die vor wenigen Tagen verstorbenen Feuerwehrkameraden zu erinnern.

Quelle: facebook

Der Einladung zum diesjährigen Sommerfest von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst folgten am 06. September rund einhundert Angehörige der in Teltow stationierten Sicherheitsinstitutionen sowie der Sicherheitspartner der Region. Auch die Bürgermeister und Gemeindevertreter von Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Nuthetal waren zugegen, um den Einsatzkräften ihren Dank und ihre Anerkennung auszusprechen. Grundgedanke des Festes sei es laut Peter Foitzik, Polizeihauptkommissar und derzeitiger Leiter der Polizeiwache Teltow, den Kolleginnen und Kollegen eine Möglichkeit zum gemeinsamen Kennenlernen und Erfahrungsaustausch zu bieten. „Oftmals arbeiten die Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Einsatzort Hand in Hand. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn man sich kennt und mit den einzelnen Vorgehensweisen vertraut ist“, so Foitzik.

Doch wurde das Fest überschattet vom tragischen Tod zweier Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kloster Lehnin, welche in der Nacht zum Dienstag ums Leben kamen. Man kannte sich und besonders tief sitzt der Schock. „Egal ob Einsatzkraft bei der Feuerwehr, der Polizei oder beim Rettungsdienst – man weiß nie genau, was einen am Einsatzort erwartet. Es heißt dann innerhalb von Sekundenbruchteilen gewichtige Entscheidungen zu treffen und auf alle möglichen Gegebenheiten angemessen zu reagieren. Die jüngsten Ereignisse zeigen einmal mehr, wie unberechenbar die Gefahren sind“, betonte Jan Ehlers, Leiter der Feuerwehr Teltow.

Gemeinsam wurde bei der Festeröffnung mit einer Schweigeminute an die Verstorbenen gedacht. Als Ausdruck der Anteilnahme wurde zudem eine Spendensammlung initiiert. Die auf diesem Wege zusammengetragenen 510 € sollen den hinterbliebenen Familien der beiden Kameraden zugute kommen. „Der Landesfeuerwehrverband Brandenburg e.V. hat eigens hierfür ein Spendenkonto eingerichtet. Diese Möglichkeit der Unterstützung möchten wir gerne nutzen“, so Ehlers.

Unfälle lassen sich nicht in Gänze vermeiden, aber alle Seiten – vom politischen Entscheidungsträger bis hin zur ausführenden Einsatzkraft – sind gefordert, das bestmögliche zur Vermeidung beizutragen. „Hierbei ist ein gutes Miteinander zwischen den einzelnen Organen, besonders in einsatzkritischen Situationen, von unschätzbarem Wert“, betonte Peter Foitzik mit Nachdruck und fügte hinzu, dass das jährliche Sommerfest eine gute Gelegenheit biete, dieses Miteinander aufzubauen und zu stärken.

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