Schulen für gemeinsames Lernen

Die Teltower Grundschulen „Ernst von Stubenrauch“ und „Anne Frank“ beteiligten sich in den Jahren 2012 bis 2015 am Pilotprojekt „Inklusive Grundschule“ des Landes Brandenburg. Darauf soll nun ein neues Landeskonzept aufbauen.

In den kommenden sechs Schuljahren möchte das Land Brandenburg das „Gemeinsame Lernen“ von Kindern mit und ohne besonderen Unterstützungsbedarf deutlich intensivieren. Alle Schulen, die sich bereits am Pilotprojekt beteiligt haben, werden künftig in das Landeskonzept „Schulen für gemeinsames Lernen“ überführt. Das betrifft auch die Teltower Grundschulen „Ernst von Stubenrauch“ und „Anne Frank“. „Seit dem Abschluss der Pilotphase im letzten Jahr arbeiten unsere Schulen bis zur Beendigung des Schuljahres 2016/17 in einer sogenannten Anschlussphase unter den Bedingungen des Pilotprojekts weiter. In den dann folgenden sechs Jahren wird das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne besonderen Unterstützungsbedarf in Umsetzung des entsprechenden Landeskonzepts nochmals spürbar verstärkt werden“, erklärte Michael Belkner, Fachbereichsleiter für Schule, Sport, Soziales und Gebäudemanagement. Die Stadtverordneten unterstützten dies Ende letzten Jahres mit einem einstimmigen Beschluss.

Laut Ministerium für Bildung, Jugend und Sport knüpft das Landeskonzept an die Erfahrungen des bisherigen Pilotprojekts an. „Ziel ist es unter anderem, mehr Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten und Durchhalteproblemen einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung zu ermöglichen“, erklärte Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske. Laut Baaske wünschen sich immer mehr Eltern, dass ihre Kinder trotz des besonderen Unterstützungsbedarfs an einer allgemeinen Schule unterrichtet werden. „Es ist wichtig, dass diese Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen lernen“, so Baaske weiter. Dies fördere Offenheit und Toleranz bei allen Beteiligten und trage zum Gelingen von Inklusion bei. In einer zweijährigen Projektphase will das Land dafür zusätzlich 432 Stellen für zirka 160 Schulen schaffen.

Das Konzept wurde am 19. Dezember vom Brandenburger Kabinett beschlossen und anschließend dem Landtag vorgelegt. Es beschreibt die Ausweitung und qualitative Verbesserung inklusiver Unterrichtsangebote – sprich der individuellen, insbesondere sonderpädagogischen Förderung und Unterstützung in der Primarstufe, der Sekundarstufe I sowie in den beruflichen Bildungsgängen. In den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 können sich jeweils bis zu 55 öffentliche Grund-, 20 Ober- und sechs Gesamtschulen um die Teilnahme bewerben. Die Bewerbungsphase soll mit Beginn des kommenden Schuljahres starten. Interessierte können das Konzeptpapier hier einsehen.

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