Mauerweglauf 2017: Teltow war wieder Versorgungspunkt

Bereits zum vierten Mal machten am Samstag, den 12. August 2017 die Läufer des Mauerweglaufs „100Meilen“ Station am Teltower Versorgungs- und Wechselpunkt in der Jahnsporthalle. Nachdem die Einzelläufer um 6 Uhr früh gestartet waren, traf der erste und letztlich auch Gewinner des Laufes, der Niederländer Jan-Albert Lantink, bereits um 14:07 Uhr beim Versorgungspunkt in Teltow ein. Gerade rechtzeitig waren alle Vorbereitungen abgeschlossen, sodass die Versorgung durch die Helfer reibungslos bis zum letzten Läufer, der gegen 0.15 Uhr eintraf, funktionieren konnte.

Der 59-Jährige Gewinner aus Hengelo benötigte für die gut 161 Kilometer lange Runde um das westliche Berlin 13:39:56 Stunden. Das war die bisher zweitbeste Zeit, die jemals bei einem Mauerweglauf gelaufen wurde. Der zweite Platz ging an den Lokalmatadoren Sascha Dehling vom LG Mauerweg Berlin in einer Zeit von 14:37:35 Stunden. Hinter dem deutschen 100 Kilometer-Mannschaftsmeister kam Patrick Hösl von der LG Ultralauf innerhalb von 14:40:41 Stunden ins Ziel. Der Sieg bei den Frauen ging an Katrin Grieger aus Hamburg. In 17:20:20 Stunden kam sie im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark an. Antje Müller vom LFV Oberholz wurde Zweite innerhalb von 17:50:34 Stunden. Als Dritte erreichte Kerstin Schumann von den Rednitzhembacher PowerBärs in 19:25:04 Stunden das Ziel.

Die Jahnsporthalle fungierte während des Laufs auch als Wechselpunkt, sodass sich hier die Staffelläufer trafen, um sich für Ihren Einsatz für die letzten 60 Kilometer vorzubereiten oder sich nach den Strapazen auszuruhen. Bei den Staffel-Wettbewerben ging der Sieg bei den Zweier-Teams an die Maulhelden in einer Zeit von 14:37:32 Stunden. Bei den Vierer-Staffeln lag am Ende der 1.FC Union Berlin nach 12:25:29 Stunden vorn, bei den 10Plus-Teams gewann die Staffel vom Axel-Springer-Verlag in 13:35:23 Stunden.

Wie schon in den letzten Jahren, gab es auch an der Jahnsporthalle einige Schaulustige und Fans, die die stark beanspruchten Sportler mit Applaus begrüßten und mit vielen guten Wünschen wieder auf den Weg schickten. Der Mauerweglauf gilt als Ultramarathon mit sehr engem Bezug zur jüngeren deutschen Geschichte: Gelaufen wird entlang der früheren Grenze, 100 Meilen rund um das westliche Berlin. Wo früher eine Mauer stand, sind jetzt hunderte Läuferinnen und Läufer aus aller Welt unterwegs. Ein sportliches Zeichen der Erinnerung an die Teilung Berlins und ihre Opfer zwischen 1961 und 1989. Auch trägt die Finisher-Medaille in jedem Jahr das Konterfei eines Menschen, der bei dem Versuch, Stacheldraht und Beton zu überwinden, ums Leben kam. Der diesjährige Lauf war Dorit Schmiel gewidmet, die 1962 bei einem Fluchtversuch starb. Unterstützt wird der Mauerweglauf unter anderem vom ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann, der zugleich Schirmherr ist.

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