Grundstücksübertragung für Schulneubau ist beschlossene Sache

Einhelliges Votum der Stadtverordneten: Für den Bau einer neuen Gesamtschule veräußert die Stadt Teltow das gewünschte Areal in der Mahlower Straße an den Landkreis.

Mit Beschlussfassung in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde der Bürgermeister bevollmächtigt, dem Landkreis Potsdam-Mittelmark das stadteigene, etwa 30 000 Quadratmeter große Grundstück in der Mahlower Straße für den Bau einer Gesamtschule zu überlassen. Die Übertragung soll zum Verkehrswert erfolgen. Wie berichtet, sah der Landkreis ausschließlich das Grundstück in der Mahlower Straße für den Neubau einer Gesamtschule als geeignet an. Als Bauherr der Schule entschied er sich nach eigenen Angaben für diesen Standort, da auf dem Areal neben Tankstelle und Supermarkt ein schnelles Ergebnis zu erwarten sei. Außerdem sei das Grundstück groß genug, um die Gesamtschule nebst Sporthalle so zu planen, dass sie nicht nach wenigen Jahren wieder aus allen Nähten platze. „Wenngleich ich, ebenso wie unsere Nachbarkommunen, das Grundstück in der Potsdamer Straße für zentraler gehalten hätte und sicherlich Synergien mit dem Oberstufenzentrum möglich gewesen wären, bin ich froh, dass wir eine Einigung erzielen konnten und es nun voran geht“, sagte Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt.

Die neue Gesamtschule soll ihren Betrieb bereits zum Schuljahr 2018/19 aufnehmen, und zwar zunächst im Gebäude der Mühlendorf-Oberschule. Nach spätestens vier Jahren soll die Schule dann an den in Rede stehenden Standort wechseln. Allerdings stellt eine Einigung zwischen Landratsamt und Teltower Verwaltung noch keine rechtliche Grundlage für einen Schulbau dar. Im Herbst – genaugenommen am 12. Oktober – muss der Kreistag erst einmal einen Errichtungsbeschluss für die Gesamtschule fassen und einen vorübergehenden Betrieb in den Räumen der jetzigen Mühlendorf-Oberschule in Teltow genehmigen. Im Rahmen des durch den Kreistag zu fassenden Schulerrichtungsbeschlusses müssen sowohl der Übergangsstandort als auch der finale Standort, jeweils mit konkreter Angabe des Nutzungsbeginns, benannt werden. Deshalb war die nunmehr herbeigeführte Klärung der Grundstücksfrage vorab unverzichtbar.

Und auch die Stadtverwaltung muss nun die nächsten Schritte vorbereiten. So gilt es etwa, für die Übergangslösung in den Räumlichkeiten der Mühlendorf-Oberschule einen Mietvertrag zwischen Stadt und Kreis abzuschließen. Außerdem muss geprüft werden, ob es notwendig ist, für das Vorhaben einen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. 

Wenn alles gut geht, könnte der Neubau zum Schuljahr 2021/2022 öffnen. Für die Eltern bedeutet die Einigung zwischen Stadt und Landkreis laut Toralf Reichenbach, Elternvertreter von acht Grundschulen der Region, einen Durchbruch. Reichenbach spricht für mehr als 1600 Eltern, die sich für den Bau der zweiten Gesamtschule stark gemacht hatten.

Der Neubau einer Gesamtschule in der Region wurde nötig, weil die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Speziell die Maxim-Gorki-Gesamtschule in Kleinmachnow konnte die Nachfrage nach Schulplätzen nicht mehr bedienen.

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