Kiebitzberge: Finanzierung für Investitionsmaßnahmen gesichert

Für die Modernisierung der allseits beliebten Badeanstalt Kiebitzberge gaben die Gesellschafter Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf weitere Mittel frei. Im Zuge der Sanierung setzt Geschäftsführer Markus Schmidt auf Solarenergie.

Nach Kleinmachnow und Stahnsdorf hat nun auch die Stadtverordnetenversammlung Teltow einer Erhöhung der Kapitalrücklage für die Freibad Kiebitzberge GmbH zugestimmt. Für Investitionsmaßnahmen das Freibad nimmt 2017/18 weitere Sanierungen vor erhält die Gesellschaft in diesem Jahr eine einmalige Zahlung in Höhe von 1,25 Millionen Euro. Dabei leistet Kleinmachnow einen Beitrag von 622 500 Euro, Teltow übernimmt 377 500 Euro und Stahnsdorf zahlt 250 000 Euro. Diese Verteilung entspricht den jeweiligen Geschäftsanteilen. Die Erhöhung der Kapitalrücklage war notwendig geworden, weil die Sanierung des Freibads teurer wird als angenommen. 2,4 Millionen Euro wurden bereits verbaut, um drei Häuser komplett zu sanieren. Es entstanden eine Sauna mit Saunagarten, neue Umkleidekabinen, WC-Anlagen und Domizile für Tauchschule und Verwaltung. Bis Juni 2018 sollen nun Edelstahlbecken für Schwimmer und Nichtschwimmer die alten Betonbecken ersetzen, deren Fliesen schadhaft sind. Auch die Sprungtürme und das Schwimmmeisterhaus werden aufgefrischt. Außerdem wird die Heizungsanlage modernisiert und soll sogar als Modellprojekt dienen.

Über diese vom Bundesumweltministerium geförderte Maßnahme mit Modellcharakter konnten sich Interessierte am 6. Juli im Kleinmachnower Rathaus ausführlich informieren. Das Ministerium fördert das Projekt zu 80 Prozent. In einem Wettbewerb konnte sich das Freibad gegen 300 andere kommunale Akteure durchsetzen. Im Kern geht es nach den Worten von Freibad-Geschäftsführer Markus Schmidt darum zu zeigen, dass es auch im Wärmesektor möglich ist, fossile Energieträger wie Kohle und Öl durch Solarenergie zu ersetzen. Das System sei außerdem so angelegt, dass es als Vorbild für ein Einfamilienhaus dienen könne. Bei der ganzjährigen Heizung zum Beispiel passe das "Gesamtsystem" aus Hybridkollektoren, Wärmepumpe und Eisspeicher in einen "typischen Kellerraum". Eine Vielzahl solcher Systeme in den Haushalten der Region "könnte einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, mehrere hundert Gigawattstunden Windstrom aus Brandenburger Windparks dezentral zu speichern und für den Betrieb der Wärmepumpen zu nutzen", so Schmidt. In einem zweiten Teil des Projekts wird das Schwimmerbecken mit Hilfe von Solarenergie erwärmt. Die eingesparten Erdgas-Kosten belaufen sich laut Schmidt auf rund 15 500 Euro. Damit geht das Freibad, das jährlich rund 100 000 Besucher zählt, ganz neue Wege.

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