Esskastanie zum Baum des Jahres 2018 gekürt

Sie wächst noch nicht lange in Deutschland, denn sie mag es eigentlich lieber warm: die Esskastanie. Trotzdem hat die beliebte Baumart das Rennen um den Baum des Jahres 2018 gemacht. Auch in Teltow steht eines der eher seltenen Exemplare.

Die einzige Esskastanie, die sich auf Teltower Terrain im öffentlichen Straßenland befindet, steht in der Boberstraße.

Anne Köhler ist Baumkönigin des Jahres 2018. (Bildquelle: http://baum-des-jahres.de)

Die Stiftung „Baum des Jahres“ hat entschieden: Die Esskatanie, im botanischen Sprachgebrauch auch Castanea sativa genannt, wurde zum Baum des Jahres 2018 gekürt. Hierzulande fast eine Rarität, überzeugt sie mit besonderer Blütenpracht sowie kulinarischer und praktischer Vielseitigkeit. Anders als die bekanntere Rosskastanie, die zu den Seifenbaumgewächsen gehört, ist die Baumart eng mit Buchen und Eichen verwandt.

„Die Esskastanie hat eine recht junge Geschichte in diesen Breiten und ist bei uns eher eine Seltenheit“, erklärte die Deutsche Baumkönigin 2018, Anne Köhler. „Die Früchte der Esskastanie dienten viele Jahrhunderte als wichtiges Nahrungsmittel, daher möchte ich mit zahlreichen Pflanzungen diesem langlebigen und besonderen Baum ein würdiges Denkmal setzen. Zwar gilt die Esskastanie nicht als heimische Baumart, gehört aber – zumindest in Südwestdeutschland – längst in die über Jahrtausende entstandene Kulturlandschaft.“

Auch wenn sie sich an wärmeren Standorten wohler fühlt, hat sie auch in Teltow, in der Boberstraße nämlich, einen liebgewonnenen Platz zum Wachsen und Gedeihen gefunden. Bislang ist der dortige Baum der einzige seiner Art in der Rübchenstadt. Dies könnte sich aber perspektivisch ändern. „Die Anpflanzung weiterer Esskastanien ist eventuell in Zusammenarbeit mit den Schulen angedacht“, sagte Thomas Winkler aus dem Sachgebiet Tiefbau/Grün. „Aber aufgrund der sehr stacheligen Hülle der Früchte muss die Umsetzung dieses Vorhabens sehr gut durchdacht und vorbereitet werden.“

Esskastanien wachsen vor allem in Weinbaugebieten, aber auch in vielen Parks und Gärten. Sie können rund 30 Meter hoch und mehrere hundert Jahre alt werden.

Die Zubereitung der Esskastanie ist vielfältig und reicht von der einfachen Röstung bis hin zur schmackhaften Esskastanien-Suppe.

Eine wahre und rare Spezialität, in deren Genuss man häufig auf Weihnachtsmärkten kommen darf. Gut, dass diese schon in wenigen Wochen wieder ihre Pforten öffnen! Na dann: Guten Appetit!

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