Bilanz der Polizeidirektion West zum „Blitzermarathon“

Im Ergebnis des vom 19. April, 06.00 Uhr bis  20. April, 06.00 Uhr bundesweit durchgeführten "Blitzermarathons"  hat die Polizeidirektion West, die die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Havelland und die kreisfreien Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel umfasst, nun eine Bilanz gezogen.

Insgesamt 109 Beamte der Direktion West hatten im Rahmen des "Blitzermarathons" an 50 Messstellen Fahrzeugführer überprüft. Von gemessenen 56636 Fahrzeugen waren 2487 zu schnell unterwegs.

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark wurden auf Landstraßen und in Ortschaften 119 Geschwindigkeitsübertretungen durch die Polizei registriert. Auf der B 2 bei Dietersdorf fuhr ein Autofahrer 102 in einem 70 er Bereich. Hinzu kamen 943 Geschwindigkeitsübertretungen auf den Autobahnen im Landkreis Potsdam-Mittelmark, mit Schwerpunkt A2.

In Teltow-Fläming waren es im Landbereich 100 Überschreitungen, davon allein 72 auf der L40 zwischen Güterfelde und Großbeeren. Auf der L 73 zwischen Lynow und Stülpe war der Schnellste mit 110 km / h bei erlaubten 70 km/ h unterwegs.

Für Potsdam, einschließlich der näheren Umgebung erfasste die Polizei 597 Übertretungen, davon 547 allein im Zeitraum zwischen 03.00 Uhr morgens und 23.00 Uhr abends (am Mittwoch) auf der Nutheschnellstraße, auf Höhe des Sterncenters. Der Spitzenreiter war hier mit 146 km/h bei erlaubten 80 km/h unterwegs.

Im Havelland stellte die Polizei 43 Geschwindigkeitsübertretungen fest. Auf der A10, Höhe der Anschlussstelle Berlin-Spandau / B 5, die zum Havelland gehört, wurden 288 Übertretungen registriert.

An den Einsatzmaßnahmen waren Kräfte der Verkehrspolizei der Polizeidirektion West, der Revierpolizei und des Wach-und Wechseldienstes der Polizeiinspektionen Potsdam, Brandenburg, Havelland und Teltow-Fläming beteiligt. Auch Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke kam mit Autofahrern ins Gespräch. Neben Verkehrssündern wurden auch Fahrzeuge angehalten, die sich an die vorgegebene Geschwindigkeit (30 km/h) gehalten hatten. Bei ihnen, darunter auch ein Ehepaar aus Teltow, bedankte sich der Polizeipräsident mit Blumen für das Beachten des Tempolimits. „Zu hohe Geschwindigkeit ist Unfallursache Nummer eins in Brandenburg. Ich möchte mit diesem Thema in die Öffentlichkeit“, sagte Polizeipräsident Mörke. „In Verbindung mit der Unfallursache Geschwindigkeit hatten wir im letzten Jahr 35 Verkehrstote zu beklagen. Das sind 35 zu viel.“

Aus gleichen Beweggründen beteiligte sich auch das Teltower Ordnungsamt an der Aktion. Insgesamt kontrollierte es von 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Teltows 3454 Fahrzeuge, davon fuhren 134 zu schnell. „Das ist in etwa jeder 25ste Fahrer. Unterm Strich ist das natürlich zu viel. Wenn man unsere Messergebnisse im Verhältnis zu anderen Tagen betrachtet, sind diese aber in etwa gleich. Es ist also eher verwunderlich, dass die Leute trotz der Kenntnis über den Blitzermarathon die Geschwindigkeiten nicht eingehalten haben“, so das Fazit von Ordnungsamtschef Liem Schmidt. Für 133 Fahrzeugführer bedeutete die Überschreitung ein Verwarngeld. Ein weiterer landete sogar im Bußgeldbereich. Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung wurde mit 77 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen.

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