Sturmtief „Xavier“: Bürgermeister Schmidt dankt Einsatzkräften

Entwurzelte Bäume, beschädigte Häuser und blockierte Straßen und Bahntrassen: Den Einsatzkräften wurde in den vergangenen Tagen einiges abverlangt. Bürgermeister und Feuerwehrchef würdigten das Geleistete.

Als am Donnerstagnachmittag der erste Alarm einging, ahnte noch keiner der Teltower Feuerwehrfrauen und -männer, was sie erwarten würde. Ein Einsatz folgte dem anderen, es gab über Stunden keinen Moment der Pause: „Das Sturmtief und seine Folgen waren eine absolute Herausforderung. Nicht nur von den Einsatzkräften, sondern auch von der Technik wurde alles abverlangt“, beschrieb der Leiter der Feuerwehr, Jan Ehlers, die vergangenen Tage. Mit Orkanböen von bis zu 120 km/h fegte „Xavier“ über das Land hinweg und hinterließ auch in Teltow und Umgebung große Schäden. Eine solche Naturgewalt habe auch Ehlers in seiner langjährigen Tätigkeit als Feuerwehrmann noch nicht erlebt: „Es herrschte ein totaler Ausnahmezustand. Beispielsweise waren wir gerade dabei, einen umgestürzten Baum von der Fahrbahn zu nehmen, als direkt ein paar Meter neben uns ein weiterer Baum umstürzte. Es dauerte keine fünf Minuten, bis in unmittelbarer Nähe der nächste Baum umfiel.“ Es galt also, nicht nur die Bürgerinnen und Bürger vor den Gefahren im Rahmen der Möglichkeiten zu schützen, sondern auch die Einsatzkräfte.

Das Orkantief, dessen Name baskischen Ursprungs ironischerweise „das neue Haus“ bedeutet, richtete massive Verwüstungen in Teltow an. Bäume stürzten auf Häuser und Autos, lagen auf Fahrbahnen und Gehwegen, lose Äste hingen gefährlich in den Baumkronen und Bäume rissen beim Fallen Strom- und Telefonleitungen mit sich. Besonders arg hat es das Gebiet um die Lichterfelder Allee, das Musikerviertel aber auch die Kanalauen getroffen. „Wir haben uns bemüht, als erstes die Gefahrenstellen abzusichern und die Hauptverkehrswege wieder befahrbar zu machen. Die Einsatzkräfte der Hauptamtlichen Feuerwache sowie die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren Teltow und Ruhlsdorf hatten alle Hände voll zu tun. Fast 80 Einsätze galt es allein am 05. Oktober in der Zeit zwischen 16 Uhr und 24 Uhr abzuarbeiten“, erklärte Ehlers. Unterstützung haben die Teltower laut Ehlers aus Kleinmachnow, Berlin und sogar dem Nachbarlandkreis Teltow-Fläming von der FF Großbeeren und der FF Ludwigsfelde bekommen.

Die Spuren der Verwüstung wurden jedoch erst am nächsten Morgen bei Tagesanbruch genauer sichtbar. Die Aufräumarbeiten zogen sich noch bis in den Sonntagabend hinein – insgesamt über 130 sturmtiefbedingte Einsätze absolvierten die Teltower Feuerwehrkollegen im Stadtgebiet, Kleinmachnow, Stahnsdorf und Nuthetal.

Neben den unwetterbedingten Einsätzen wurden zudem parallel allgemeine Einsätze der Gefahrenabwehr und des Rettungsdienstes durchgeführt. Diese Leistung weiß auch Bürgermeister Thomas Schmidt zu würdigen und lud mit Feuerwehrchef Ehlers alle beteiligten Einsatzkräfte am Mittwochabend auf die Feuerwache ein, um Danke zu sagen. „Was die Frauen und Männer geleistet haben, ist wirklich beeindruckend. Ich bedanke mich ausdrücklich für den tollen Dienst, den die Feuerwehr für die Teltower Bürgerinnen und Bürger leistet“, so Schmidt. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um bei Kaffee und Kuchen mit den Anwesenden über die vergangenen Tage zu sprechen und sich nach ihrem Befinden zu erkundigen sowie eventuelle Bedarfe an Einsatztechnik und Ausrüstung zu erfragen. Auch der Leiter der Feuerwehr und Stadtwehrführer Jan Ehlers lobte die gute Arbeit seiner Kollegen: „Die Hauptamtlichen und die Freiwilligen Aktiven haben super Hand in Hand gearbeitet. Das Engagement aller Kräfte war hervorragend. Wir sind stolz auf diese Leistung!“

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